Dauer
9 Tage
Reiseziel
Spanien
Reisethema
Ornithologische Reisen
Reisecode
SINE1806

Die Sierra Nevada in Andalusien bildet die höchsten Gipfel der Iberischen Halbinsel. Durch ihre Lage am südlichsten Rand Europas, in Sichtweite zum Mittelmeer, finden sich auf kürzester Distanz eine Vielzahl von Lebensräumen und biogeographischer Zonen: wüstenhafte Trockengebiete, mediterrane Wälder und Offenlandschaften, Wiesen und Weiden, Gärten, Bäche und Schluchten. Am Fuße der Berge in den südlichen Alpujarras gedeihen Orangen und Avocados, während die Gipfel bis in den Frühsommer hinein schneebedeckt sind. Diese enorme Vielfalt an Mikroklimata, Höhendifferenzen und kleinräumiger Isolation bedingt eine sehr artenreiche Pflanzenwelt und eben auch zahlreiche Schmetterlinge, andere Insekten und Vögel.

Weite und wertvolle Flächen sind als Biosphärenreservat und seit 1999 auch als Nationalpark ausgewiesen. Sierra Nevada ist auch ein Hotspot der Pflanzendiversität mit zahlreichen endemischen Formen. An Blumen und Vögeln werden wir uns daher auf dieser Reise ebenfalls erfreuen können – wie auch an einer gesunden Population des Iberischen Steinbocks!

Neben den für Spanien typischen mediterranen Vogelarten finden wir hier u. a. Steinschmätzer, Maurensteinschmätzer, Alpenkrähe, Feldlerche, Alpenbraunelle, Zippammer, Brachpieper, Gänsegeier und Steinadler, Blaumerle und Steinrötel.

Ein weiterer großer Reiz dieser Reise sind die wunderschönen Kulturlandschaften aus maurischer Zeit und die kleinen weißen Dörfer der Alpujarras am Südfuß des Gebirges. Wir werden zahlreiche dieser Dörfer in ihrer malerischen Lage sehen und unsere beiden Unterkünfte sind entsprechend schön gelegen!

Fachkundig begleitet werden wir von Schmetterlingsexperten aus der Region, die zusammen mit der Reiseleitung eine gute Abdeckung der enormen naturkundlichen Vielfalt an Tieren und Pflanzen gewährleisten.

Die Beobachtungen erfolgen auf kleinen Spaziergängen und Wanderungen. Eine normale körperliche Kondition ist dafür vollkommen ausreichend.

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Reiseverlauf

Tag 1: Individuelle Anreise nach Málaga

Tag 1: Individuelle Anreise nach Málaga

Individuelle Anreise nach Malaga. Nach Eintreffen aller Teilnehmer am frühen Nachmittag fahren wir nach Mecina Fondales. Das kleine weiße Dorf liegt in der Region der Alpujarra auf 1.030 m Höhe zwischen der Sierra Nevada und dem Mittelmeer. Je nach Ankunftszeit können wir noch die Hotelumgebung und den kleinen Ort erkunden.

Gemeinsames Abendessen und Einführung in die folgenden Tage.

Tag 2: Erkundung der Region der Alpujarra

Tag 2: Erkundung der Region der Alpujarra

Die Region der Alpujarra erstreckt sich an der Südabdachung der Sierra Nevada, mit weißen Dörfern die zwischen 500 m und 1.700 m hoch liegen. Alte Kulturlandschaften (Terrassenanbau), Wiesen, Weiden, Wälder und Bäche prägen die harmonische Landschaft, die von den Mauren geprägt wurde.

Entsprechend reichhaltig ist die Schmetterlingsflora mit z.B. Kardinal, Gonepteryx cleopatra, Span. Osterluzeifalter, Leinkraut-Scheckenfalter Melitaea deione, Segelfalter, dem Schachbrett Melanargia lachesis

Oft findet man feuchte Stellen an Tränken oder Gräben an denen dutzende Bläulinge und Dickkopffalter saugen.

Am Abend in Hotelnähe (gerne auch an weiteren Abenden) ist geplant, eine Lichtfalle für Nachtfalter aufzustellen, um so auch einen Eindruck der reichen Nachtfalterfauna zu erhalten.

Tag 3: Exkursion zu Eichen- und Kiefernwälder

Tag 3: Exkursion zu Eichen- und Kiefernwälder

Nach Kontrolle der Nachtfalle führt uns die heutige Exkursion zu autochthonen Eichen- und Kiefernwäldern mit Waldkiefer, mehreren Eichenarten, alten Esskastanien. Hier leben Arten wie Blauer Eichenzipfelfalter und Satyrium esculi, der Kommafalter sowie ibero-nordafrikanische Arten, wie die Bläulinge Polyommatus celina, Pseudophilotes panoptes und der Sonnenröschen-Bläuling Aricia cramera.

Tag 4: Schlucht von Poqueira

Tag 4: Schlucht von Poqueira

Heute verbringen wir den Tag in den wunderschönen Landschaften der Alpujarra im Bereich der Schlucht von Poqueira. Mit viel Wasser und Blumen ist es ein Schmetterlingsparadies. Hier erwarten wir Euchloe crameri, Gonepteryx cleopatra sowie zahlreiche Edelfalter, Bläulinge und Dickkopffalter.

Auch ein Spaziergang durch einige der schönsten weißen Dörfer Andalusiens ist vorgesehen.

Tag 5: Nationalpark Sierra Nevada

Tag 5: Nationalpark Sierra Nevada

Heute verlassen wir unser Hotel in Mecina. Am Vormittag erkunden wir das Gelände eines „Botanischen Gartens“ innerhalb des Nationalparks Sierra Nevada. Das Gebiet ist von hohem ökologischem Wert, seltene und typische Pflanzen, ausschließlich in der Region heimische, werden hier geschützt. Das Gelände auf dolomitischem Kalk ist relativ abgelegen, sehr vielfältig strukturiert mit Gebüsch und Wiesenflächen. Entsprechend zeigt sich auch eine reiche Schmetterlingsfauna mit z.B. Baumweißling, Cupido lorquinii, Schachbrett Melanargia lachesis, Goldener Scheckenfalter.

Am Nachmittag Ankunft in Dílar und Bezug unseres Hotels. Spaziergang in der Umgebung von Dílar mit diversen Wasserläufen und einem Bach sowie entsprechender Fauna. Am Abend kann wieder eine Lichtfalle für Nachtfalter aufgestellt werden.

Tag 6: Besichtigung von Felslandschaften, Feuchtwiesen und einem Wasserfall

Tag 6: Besichtigung von Felslandschaften, Feuchtwiesen und einem Wasserfall

Auffahrt zu einem weiteren „Botanischen Garten“ in freier Naturlandschaft auf fast 2.000 m Höhe, diesmal auf Silikatgestein. Hier findet sich die größte botanische Diversität ganz Andalusiens und hier spazierenzugehen ist ein Genuss für jeden Pflanzen- und Schmetterlingsbeobachter!

Weiterfahrt bis auf 2.500 m mit entsprechenden Fels- und Geröllstrukturen, Feuchtwiesen, einem kleinen Wasserfall und Schmelzwassersee.

Hier leben einige endemische Schmetterlingsarten, die meist jedoch erst ab Ende Juni fliegen – doch auch wenn daher heute ggf. nicht alle endemischen Arten beobachtet werden sollten, lohnen sich die Beobachtungen hier allemal.

Die endemische Unterart des Apollofalters Parnassius apollo nevadensis und der Sonnenröschenbläuling Aricia morronensis ramburi können jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit angetroffen werden.

Bei Interesse kann auch heute wieder in Hotelnähe eine Lichtfalle für Nachtfalterarten aufgestellt werden.

Tag 7: Beobachtung in der Sierra de Huétor

Tag 7: Beobachtung in der Sierra de Huétor

Die heutige Exkursion führt uns in die Sierra de Huétor die sich im Norden der Provinz Granada erstreckt und die uns neue Landschaftseindrücke und Habitate vermittelt. Aufgrund von Wäldern und Gebüschformationen auf Kalk sowie Bächen und Kanälen ist hier neben zahlreichen Schmetterlingsarten auch mit Libellen zu rechnen. Kleiner und Feuriger Perlmuttfalter, Flockenblumen-Scheckenfalter, Segelfalter, Euphydryas desfontainii und Polyommatus nivescens sind nur einige der zu erwartenden Arten.

Historisch ist das Gebiet ebenfalls sehr interessant, im Spanischen Bürgerkrieg war es eine Frontlinie zwischen den verfeindeten Bürgerkriegsparteien wovon heute noch Schützengräben und Bunker zu sehen sind. Hier beginnen dann auch wüstenartige, skurrile Erosionslandschaften („Badlands“) auf die wir einen Blick werfen können.

Tag 8: Individuelle Abreise

Tag 8: Individuelle Abreise

Rückfahrt nach Málaga und Heimreise oder individuelle Verlängerung in Andalusien.

Ende der Reise

Preise

2022

Preis p.P. im Doppelzimmer*EZ-Zuschlag p.P.
18.06. - 25.06.2045,-€ab 200,-€

*bei 8 Teilnehmern

Nachlass bei 10, 12 und 14 Teilnehmer!

Mobilitätshinweis

Wir sind verpflichtet darauf hinzuweisen, dass diese Reise im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet ist. Im Einzelfall sprechen Sie uns bitte an.

Bildnachweis

Roberto Cabo

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