Rumänien - Transsilvanien - Hütten-Trekking durch die Südkarpaten

Highlights

* Unberührte Natur erwandern und rumänische Kultur erleben
* 8 Tage von Hütte zu Hütte durch das Fogarascher Gebirge
* Moldoveanu (2544 m) – höchster Gipfel Rumäniens
* Kloster Sambata und Brukenthal-Palais in Avrig/Freck
* Stadtführung in Hermannstadt/Sibiu
* Rumänische Gastfreundschaft und schmackhaftes Essen
* Örtliche Bergführer – wertvolle Infos zu Land und Leuten

Vor allem der Dracula-Mythos machte Transsilvanien zu einer geheimnisvollen Region. Landschaftlich geprägt wird dieses hügelige Gebiet durch den Karpatenkamm, der seine gesamte Breite bogenförmig umspannt. Diese Tour führt Sie mitten hinein in eine sagenumwobene Bergwelt, weit und abgeschieden! Noch heute beheimatet sie tausende Wölfe und beinahe die Hälfte aller europäischen Braunbären. Von Hütte zu Hütte durchqueren Sie den Fogarascher Gebirgsstock mit geschultertem Tourenrucksack. Ihre Route führt vorbei an tiefblauen Seen, durch enge Täler, weite Bergkessel und über schroffe Gipfel. Moldoveanu, der höchste Punkt der rumänischen Karpaten ist Ihr Gipfelziel. Für konditionsstarke Bergfreunde mit Lust auf rumänische Gastfreundschaft!
Den Schwerpunkt unserer Reise bilden Bergtouren in den Südkarpaten, auf manchen Karten auch Transsilvanische Alpen genannt. Ausgesucht haben wir für Sie das Fogarascher Gebirge, ein imposantes Massiv im Süden von Hermannstadt (Sibiu).

Reiseverlauf

1. Tag Anreise

Flug nach Sibiu (Hermannstadt) – Gruppentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug. Nach einem 10-minütigen Transfer beziehen wir unser Hotel, das nahe am Stadtzentrum liegt. Die Stadt am Zibin-Fluss liegt in Siebenbürgen, dem Hochland inmitten Rumäniens, das im Süden und Osten vom Karpatenbogen und im Westen vom Erz- oder Westgebirge eingeschlossen wird. Hermannstadt kann auf eine über 800-jährige Vergangenheit zurückblicken. Als „Villa Hermanni" (lat.) wurde die Stadt 1223 erstmals urkundlich erwähnt, 150 Jahre später besaß sie bereits 19 Zünfte. Drei Verteidigungsringe mit fünf Basteien und 54 Türmen schützten damals vor Fremdeinfällen. Leider ist von der alten Bausubstanz nicht alles erhalten, dennoch hat die Stadt ihr mittelalterliches Flair bewahrt. Drei Plätze – darunter der Große und der Kleine Ring mit gotischen und barocken Gebäudefassaden – bilden den Altstadtkern. Mittelpunkt der ehemaligen Oberstadt ist der Große Ring, sein vielleicht schönstes Schmuckstück das Brukenthal-Palais. Der 1785 errichtete Barockbau, der heute ein berühmtes Museum und eine Bibliothek beherbergt, trägt den Namen seines Besitzers: Samuel von Brukenthal war bedeutender Kunstsammler und unter Kaiserin Maria Theresia Gouverneur von Siebenbürgen. Wir nehmen unser „Begrüßungs-Abendessen" in einem rustikalen Kellergewölbe ein und machen anschließend einen gemütlichen Abendspaziergang durch die Altstadt.

Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [A]

2. Tag Hermannstadt - Fogarascher Gebirge: Barcaciu-Hütte

Wir besuchen als erstes den üppigen Bauernmarkt. Anschließend besichtigen wir einige Höhepunkte der „Europäischen Kulturhauptstadt 2007" – wie z. B. die spätgotische evangelische Stadtpfarrkirche (mit der berühmten Sauer-Orgel) sowie die orthodoxe Kathedrale. Gegen Mittag fahren wir mit einem Minibus ca. 1 Std. bis an den Fuß des Fogarascher Gebirges. Dort schultern wir unsere Tourenrucksäcke und wandern durch einen Wald der Barcaciu-Hütte (1.550 m) entgegen. Anfangs schlängelt sich der Pfad, später verläuft er serpentinenartig. Wir gewinnen stetig an Höhe. Nachdem 850 Höhenmeter überwunden sind, stehen wir plötzlich vor einer urigen Baude: Unsere Unterkunft ist kein modernes Berghotel, sondern eine urige, mit Matratzenlager eingerichtete Berghütte, in der wir uns das Abendessen schmecken lassen.

Gehzeit: 3-4h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 850m; Abstieg: 0m; Übernachtung in der Barcaciu-Hütte [FMA]

3. Tag Rundwanderung: Scara-Gipfel - Avriger See - Barcaciu-Hütte nur mit Tagesrucksack

Wir starten unsere heutige Rundtour über den Scara-Gipfel (2.306 m) zum Avriger See (2.011 m) und von dort wieder zurück zu unserer Hütte. Wer möchte kann alternativ den Ciortea-Gipfel (2.427 m) erwandern und die Route zum Avriger Tor (2.178 m) wählen (1.050 Höhenmeter im Aufstieg). Von den Gipfeln schweift der Blick weit über Siebenbürgen und hinüber zu einer Bergkette, unserem Trekkinggebiet der nächsten Tage.

Gehzeit: 7-9h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 900m; Übernachtung in der Barcaciu-Hütte [FMA]

4. Tag Negoiu-Hütte

Nach dem Frühstück brechen wir mit dem gesamten Gepäck auf zur Negoiu-Hütte, wo wir uns für zwei Nächte einrichten. Unser Weg passiert drei Täler. Nach etwa 3 Std. (reine Gehzeit) haben wir unser Tagesziel erreicht. Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung und kann für kleinere Wanderungen in die nähere Umgebung der Hütte, für einen Abstecher zum Serbota-Wasserfall oder zum Ausruhen auf der Wiese genutzt werden.

Gehzeit: 3h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 400m; Übernachtung in der Negoiu-Hütte [FMA]

5. Tag Rundwanderung: Negoiu-Gipfel - Serbota Gipfel - Negoiu-Hütte nur mit Tagesrucksack

Von der Negoiu-Hütte führt unsere Tagesrundwanderung über kleine Hängebrücken auf dem Drachensteig (Poteca Balaurului) zum Saratii-Kessel und weiter über Piatra Pranzului sowie Cleopatras Nadel zum Negoiu-Gipfel (2.535 m).

Wenn wir möchten, können wir zusätzlich noch eine Schleife um den Gipfel wandern: die "Frauenscharte" (Strunga Doamnei) hintunter und anschließend im Aufstieg die "Teufelsscharte" (Strunga Dracului) um schließlich zur Negoiu-Spitze zurück zu gelangen (statt 9 - 10 Std. dann 10 - 11 Std. reine Gehzeit, je 1.650 Höhenmeter im Auf- und Abstieg). An einigen Stellen gibt es Kabel zum Festhalten. Ein Seil haben unsere Wanderführer dabei. Weiter geht es schließlich für alle über die Custura Saratii zum Serbota-Gipfel (2.331 m), von wo wir zur Negoiu-Hütte absteigen.

Dieser Tag ist physisch, technisch und mental eine Herausforderung und erfordert nun schon wesentlich mehr Einsatz. Sie bewegen sich im alpinen Gelände (steil, schroff und steinig) und es gibt immer wieder kurze Stellen, wo Sie Felsblöcke passieren. Hier müssen Sie ihre Hände zum Einsatz nehmen und ein wenig kraxeln. Einige Stellen der schönen aber sehr langen Tour sind ausgesetzt, jedoch mit Drahtseilen abgesichert. Klettersteigerfahrung ist von Vorteil. Auch müssen wir mit massiven Wetterumschwüngen rechnen, welche gerade den Aufstieg zum Negoiu-Gipfel sehr anstrengend machen.

Gehzeit: 9-10h; Aufstieg: 1250m; Abstieg: 1250m; Übernachtung in der Negoiu-Hütte [FMA]

6. Tag Negoiu-Hütte - Hirtenscharte - Caltun See - Laita-Gipfel - Paltinu-Sattel - Balea-See-Hütte

Unsere neue Unterkunft, die Balea-See-Hütte (2.034 m) erreichen wir auf folgender Route: Negoiu-Hütte - Hirtenscharte - Caltun-See mit Notunterkunft der Bergwacht - Laita-Gipfel - Laitelu Gipfel - Paltinu-Sattel - Balea-See-Hütte. Der Weg stellt zwar keine allzu großen Anforderungen an unser bergsteigerisches Können, doch wir müssen unseren kompletten Tourenrucksack tragen. Deshalb benötigen wir heute viel Kraft und Ausdauer. Es gibt eine Stelle ("Strunga Ciobanului"), welche mit Ketten versehen ist. Ansonsten verläuft unser Tag im stetigen Auf und Ab auf einer Kammlinie und wir erklimmen diverse Gipfel. Mit einem kräftigen Frühstück ist dieser Tag gut zu bewältigen. Unsere Hütte liegt malerisch auf einer kleinen Halbinsel im Balea-See. Die alte Hütte brannte vor einigen Jahren bis auf die Grundmauern ab. Ein Siebenbürger Sachse ließ die Hütte wieder aufbauen. (Siebenbürger Sachsen werden die Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Siebenbürgen/Rumänien genannt.) Gehzeit: 9h; Aufstieg: 1600m; Abstieg: 1100m; Übernachtung in der Balea-See-Hütte [FMA]

7. Tag Capra-See - Podragu-Sattel - Podragu-Hütte

Unser heutiger Tag ist etwas kürzer und erfordert etwas weniger Einsatz als der Vortag. In stetigem Auf und Ab wandern wir von Sattel zu Gipfel, bis wir schließlich unser Tagesziel, die Podragu-Hütte (2.136 m), erreichen. Zuerst steigen wir zum Capra-Sattel (2.315 m; rum. capra = Ziege) hinauf, dann geht es zum Capra-See (2.230 m) hinab. Unterwegs sehen wir das Alpinisten-Denkmal. Über das Arpasului-Tor („Portita Arpasului") und das Drachen-Fenster („Fereastra Zmeilor") gelangen wir, der Kammlinie folgend, zu der "Drei-Schritte-vom-Tod" („La trei pasi de moarte") benannten Stelle. Diese Kraxelstelle ist gut verkabelt. Wir gehen weiter zum Podu Giurgiului-See (2.226 m), steigen auf zum Podragu-Sattel (2.314 m) und erreichen nach einem kurzen Abstieg unsere nächste Schlafstelle, die bescheidene Podragu-Hütte (2.136 m).

Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 1100m; Abstieg: 1000m; Übernachtung in der Podragu-Hütte [FMA]

8. Tag Moldoveanu-Gipfel - Sambata-Hütte

Die letzte und längste Trekkingetappe unserer Reise liegt vor uns. Mit ca. 9 - 10 Stunden (reine Gehzeit) ist sie zwar länger als andere, dürfte uns aber leichter erscheinen. Wir haben schon einiges geleistet und sind gut eingelaufen. Auf einer Kammlinie überschreiten wir im stetigen Auf und Ab eine Serie von 6 bis 7 Gipfeln. Technisch sollte es für uns heute keine Probleme geben, allerdings sind unsere Ausdauer und Kraft gefragt, da wir mit unserem gesamten Gepäck unterwegs sind.

Von der Podragu-Hütte geht es über den bereits bekannten Podragu-Sattel zum Gipfel Vistea Mare (2.527 m). Danach steigen wir auf zum Moldoveanu-Gipfel (2.544 m), dem höchsten Punkt der rumänischen Karpaten, und können bei guter Sicht das herrliche Gipfel-Panorama genießen. Über das Vistea Mare-Tor, den Bärengipfel (2.358 m) und das große Sambata-Fenster erreichen wir die Sambata-Hütte (1.401 m), unsere Unterkunft für diese Nacht. Die längsten Strecken haben wir geschafft!

Gehzeit: 9-10h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 1600m; Übernachtung in der Sambata-Hütte [FMA]

9. Tag Kloster Sambata – Brukenthalpalais Avrig/Freck - Sibiu

Im Vergleich zu den letzten Tagen ist die heutige Abstiegs-Etappe ein Kinderspiel. Am Anfang wandern wir talabwärts auf einem ausgetretenen Pfad und anschließend die letzten 5 km auf einem Forstweg. Etwa 2 Stunden Gehzeit brauchen wir bis zum Kloster Sambata, wo wir eine Besichtigungspause einlegen. Sambata, ein Meisterwerk orthodoxer Baukunst, wurde im so genannten Brancoveanu-Stil errichtet. Dieser Name geht auf den Stifter des Klosters zurück, Constantin Brancoveanu, Fürst der Walachei (1688 - 1714). Wir schauen uns im Klostermuseum für Ikonen (orthodoxe Hinterglasmalerei) um und können auf Wunsch auch einige Minuten am Gottesdienst teilnehmen.

Weiter geht es nach Sibiu/Hermannstadt, über Avrig/Freck, wo wir Brukenthals Sommerpalais kurz besichtigen werden. Samuel von Brukenthal war Gouverneur von Siebenbürgen zu Maria Theresias Zeiten (1 Std. Fahrzeit).

Vor dem Flughafentransfer folgt noch unser Abschiedsessen, das wir in einer typischen Gaststätte in der Hermannstädter Altstadt einnehmen werden. Mit einem selbst gebrannten Schnaps (Tuica - sprich: Zuika) können wir auf unsere gemeinsame „Karpatenerfahrung" anstoßen und die Bergtour gemütlich auf diese Weise ausklingen lassen. Transfer zum Flughafen (nur in Verbindung mir dem Gruppenflug).

Gehzeit: 2h; Fahrzeit: 1h; Abstieg: 700m; [FM]

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Die Wanderungen und Trekkingetappen sind anspruchsvoll und beinhalten technische Herausforderungen. Für die 3- bis 10-stündigen Wanderungen (reine Gehzeiten) müssen Sie über eine entsprechend gute Kondition und Trittsicherheit (gemeint ist sicheres Gehen im alpinen Gelände) verfügen. Sie bewältigen fast täglich zwischen 800 - 1600 Höhenmeter mit Tourengepäck auf den Schultern. Einige Stellen sind ausgesetzt und erfordern absolute Schwindelfreiheit.

An einigen Tagen müssen Sie ausgesetzte, mit Ketten und Kabeln versicherte Stellen überwinden. Klettersteigerfahrung ist von Vorteil. Die Route führt über markierte Pfade oder Hirtensteige. Sie bewegen sich in Höhen zwischen 700 und 2.550 m. Als Vorbereitung für die Reise empfehlen wir regelmäßige, mehrstündige Bergwanderungen mit Gepäck und aufbauendes Konditionstraining. Die meisten Wege bieten nur wenig Schatten, und die Sonnenintensität ist selbst bei wechselnder Bewölkung hoch.

Die Tour wird von zwei erfahrenen Bergführern geleitet. An den meisten Tagen wird die Hütte gewechselt und Sie tragen Ihren vollen Tourenrucksack selbst. Bloß während zwei Rundwanderungen können Sie Dinge in der Unterkunft lassen und nur mit Tagesgepäck wandern. Bitte beachten Sie beim Packen Ihres Rucksacks unsere Ausrüstungsliste.

Sie sind in einem Hotel und in einfachen Berghütten untergebracht. Die Hütten sind nicht mit den Berghütten in den mitteleuropäischen Alpen vergleichbar: Ihre Bereitschaft, vorübergehend auf Komfort zu verzichten, ist gefragt. Übernachtet wird in Mehrbettzimmern bzw. im Matratzenlager (Decken vorhanden). Natürliche Waschgelegenheiten (Quelle, Bach oder Fluss) befinden sich in Hüttennähe, die Toilette ist in der Regel ein Trockenklo (Plumpsklo/Ladrine) außerhalb der Hütte. Das Hotel in Hermannstadt ist ein gutes Mittelklassehotel und liegt 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt.

Auf der gesamten Trekkingtour ist volle Verpflegung im Reisepreis enthalten. Morgens und abends nehmen Sie Ihre Mahlzeiten in den Unterkünften ein. Auf die Wanderungen wird ein Mittagspicknick mitgenommen und im Freien verzehrt. Die Hüttenmahlzeiten sind landestypisch, deftig und schmackhaft. Auch wenn man auf den Karpatenhütten keinen „Restaurantkomfort" vorfindet, so genießen Sie doch jeden Abend ein 3-gängiges, vom Hüttenwirt zubereitetes Menu. Wer möchte, nimmt zusätzlich noch Energie- oder Früchteriegel sowie Schokolade und Nüsse mit. Vegetarisches Essen ist möglich. Veganes Essen nicht.

Wichtige Hinweise: Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.

Zusätzliche LeistungenPreis in €
Einzelzimmerzuschlag30,-
ZUSATZ-Reiseschutz-Paket: Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung26,-
Anschlussflüge nach Verfügbarkeit: innerdeutsch60,-
Anschlussflüge nach Verfügbarkeit: ab Österreich/Schweizauf Anfrage

BUCHEN / VORMERKEN