Überquerung der Drakensberge - Trekking in Südafrika

Highlights

* Das Beste aus Nord und Süd - die Drakensberge und die Kapregion
* 6 Tage zu Fuß mit Trägern über das Dach des südlichen Afrika
* Basotho Cultural Village im Golden Gate Park - Einblick in die Kultur Lesothos
* Intensives Trekking mit einheimischer Mannschaft
* Optionale Besteigung des Cathedral Peaks (3.005 m)
* Golden Gate und Royal Natal Nationalpark als Ausgangspunkte
* Kapstadt - der Tafelberg und Stellenbosch - der Wein
* Internationale Gruppe mit Englisch sprechender Reiseleitung

"Madonna and her worshippers" nennt sich der Lagerplatz am 2. Trekkingtag - ein Teilnehmer sagt, diesen Sonnenaufgang, an diesem Lagerplatz bekommst du dein ganzes Leben nicht mehr aus dem Kopf. Wie eine überdimensonierte Statue ragt der Felspfeiler in den Himmel - davor die bizarr gebeugten "Anbeter" ihr zu Füßen - die Drakensberge beflügeln die Phantasie aber auch die Ehrfurcht vor solch gewaltigen Naturkulissen.

In 6 Tage queren wir von einem der nördlichsten Punkte der Drakensberge, dem Royal Natal Nationalpark nach Südwesten zum weltberühmten und majestätisch freistehenden Cathedral Peak, den wir besteigen können. Davor treffen wir auf einzigartige Plätze wie die Spitze der zweithöchsten Wasserfälle der Erde, den Tugela Falls, die bereits erwähnte Madonna, die zwölf Apostel, den Teufelszahn oder die Klippe der Lämmergeier. Die Geier nisten dort und von einem freistehenden Plateau können wir ihren majestätischen Flug beobachten. Höhepunkt des Trekkings ist der vorletzte Tag mit der Bell Traverse einem Höhenweg der wahrhaftig atemberaubend ist, zum Fuß des Cathedral Peak. Unser Bergguide kennt die Aufstiegsroute, die nicht jedermann findet, und wer mag, sieht vom Gipfel zurück bis zum Ausgangspunkt unserer 6-tägigen Trekkingtour.

Unser Gepäck wird getragen, was in Südafrika sehr ungewöhnlich ist. Dank unseres Bergführers, der ein Projekt in einem Zuludorf aufgebaut hat, lernen die Menschen wieder in ihre Berge zu gehen und mit den Bergen ihr Geld zu verdienen. Der Abschiedsabend kann schöner nicht sein, denn wir übernachten im Heimatdorf unserer Mannschaft und die Zulu sind bekannt für ihr Singen, ihr Tanzen und Gastfreundschaft.

Szenenwechsel, wie er besser nicht sein könnte - Kapstadt, für viele die schönst gelegene Stadt der Welt, ihre Lage löst Emotionen aus. Als ambitionierte Wanderer wollen wir die Kapregion auf besonderen Wegen erkunden. Wir machen eine Tafelbergüberschreitung, wandern am Kap der Guten Hoffnung und im Hinterland der Weinregion bei Franschoek. Und wenn wir in der Weinregion sind, lassen wir uns die Vielfalt und Qualität südafrikanischer Weine nicht entgehen. Kapstadt, die Schöne, lädt zum Bummeln und shoppen an der Waterfront ein und so schließt sich der Kreis - wir werden garantiert mit einem anderen Bild Südafrikas heimkehren.

Reiseverlauf

1. Tag Abreise aus Deutschland am Abend

Spätabends fliegen wir von Frankfurt nach Johannesburg.

im Flugzeug [A]

2. Tag Kapstadt

Früh am Morgen landen wir in Johannesburg und steigen um in den Flieger nach Kapstadt. Unser Gepäck müssen wir aus zolltechnischen Gründen abholen, können dieses aber über Check-In Schalter mit verkürzter Abwicklung gleich wieder aufgeben. Gegen Mittag landen wir in Kapstadt. Hier erwartet uns bereits unsere Hauser-Reiseleitung. Wir fahren nach einen ersten kurzen Geldwechsel (oder das Geld einfach vom Automaten holen mit der EC-Karte mit Maestro-Zeichen - wie zuhause) zu unserem Gästehaus, besprechen was wir für die nächsten Tage wissen sollen und wissen wollen. Dann erkunden wir Kapstadt schon einmal zu Fuß: die Innenstadt bis hin zu Company Gardens. Zum Abendessen suchen wir uns ein Restaurant in Camps Bay aus und genießen die Ausblicke übers abends dunkelblau schimmernde Meer.

Gehzeit: 2-3h; Fahrzeit: 1h; Fahrstrecke: 30km; Gästehaus

3. Tag Tafelbergüberquerung

Der heutige Tag gehört einem der Wahrzeichen der Stadt: dem Tafelberg. Als Vorbereitung auf unser Trekking haben wir eine besondere Route gewählt. Zu Fuß steigen wir unterhalb der Seilbahn auf, über die sogenannte Indian Venster Route. An einzelnen Stellen werden wir die Hände zu Hilfe nehmen, aber die Route fordert mehr Kondition als technische Kenntnisse von uns. Dafür werden wir mit wunderbaren Ausblicken auf Camps Bay und Robben Island belohnt. Bevor wir die Spitze des Berges erkunden, machen wir ein Picknick bei Macleans Beacon. Für den Abstieg wählen wir die Skeleton Gorge Richtung Kirstenbosch Gardens. Die Gärten werden wir dann noch ausgiebig besichtigen bevor wir ins Gästehaus zurückkehren. Insgesamt legen wir heute ca. 14 km zu Fuss zurück. Für heute abend und das Abendessen hat unsere Reiseleitung verschiedene Vorschläge für uns, da Kapstadt als Gasthaus der Meere gilt.

Gehzeit: 6-8h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 800m; Gästehausübernachtung [FM]

4. Tag Von Hout Bay zum Kap der Guten Hoffnung

Früh morgens erkunden wir das Kap. Startend in Hout Bay bis nach Chapman's Peak erleben wir die atemberaubende Panorama-Straße. Im Cape Point Nature Reserve können wir die afrikanische Tierwelt das erste Mal begrüßen. Hier sind auf 7680 Hektar Elan-Antilopen, Gnus, Springböcke, Paviane und Strauße und viele Vögel zuhause. Raue Klippen, unberührte Strände, Schiffswracks und eine Pflanzenwelt zwischen Knallgrün und Kunterbunt erwarten uns. 3 Stunden lang erkunden wir das Reserve bevor wir uns ein leckeres Picknick gönnen. Dann geht es zum windumtosten Cape Point. Wir wandern vom alten zum neuen Leuchtturm und genießen wieder den Ozean um uns herum. Wir besuchen das Kap der Guten Hoffnung und den Diaz Strand, fotografieren die bunten Strandhäuschen in Simonstown und lassen uns von den kleinen Pinguinen im Frack zu dem einen oder anderen Lacher hinreißen, da sie einfach zu putzig sind. Abends suchen wir uns wieder ein nettes Restaurant.

Gehzeit: 5-6h; Fahrzeit: 2h; Fahrstrecke: 120km; Gästehausübernachtung [FM]

5. Tag Stellenbosch und die Cape Winelands

Heute zieht es uns ins Landesinnere. Am frühen Morgen fahren wir Richtung Stellenbosch in die Jonkershoek Nature Reserve, wo man über 1100 Pflanzenarten und eine große Anzahl kleiner Säugetiere, Vögel und kleine Reptilien finden kann. Die zerklüfteten Berge der Boland Gebirgskette eignet sich sehr gut zum Wandern. Über eine Länge von 4,5 km steigen wir zunächst auf 900 Metern steil auf. Unser Pfad bietet fantastische Ausblicke über die Weinberge von Stellenbosch. Im Anschluss wandern wir zunächst ohne größere Auf- und Abstiege bis zu einem Wasserfall und beginnen dann mit unserem Abstieg. Wer möchte kann im Wasserfall baden. Wenn es die Zeit zulässt, können wir die erfolgreich gemeisterte Wanderung mit einem Glas südafrikanischen Wein feiern. Für seine Weine hat Stellenbosch viele internationale Auszeichnungen erhalten. Wetterbedingt kann es notwendig sein die Wanderung auf einfacheren Wegen zu verkürzen. Solche Änderungen sind zwar selten, aber im Sinne der Sicherheit unvermeidbar falls erforderlich. Die Rückkehr erfolgt abends nach Kapstadt.

Gehzeit: 6-8h; Aufstieg: 900m; Abstieg 900m; Fahrstrecke: 120km; Gästehausübernachtung [FM]

6. Tag Zum Golden Gate Highlands National Park

Früh am Morgen am Morgen fliegen wir nach Johannesburg, das wir aber gleich Richtung Berge verlassen. Über die N 12, vorbei an dem kleinen Künstlerstädtchen Bethlehem fahren wir zum Golden Gate Nationalpark, wo wir uns in den Park Chalets einrichten. Je nach Ankunftszeit unternehmen wir noch eine leichte Wanderung. Von den Chalets aus, können wir Wanderungen zwischen 1 und 2 Stunden unternehmen und wählen die passend zur Ankunftszeit. Der Golden Gate Park hat seinen Namen von den leuchten rot orangen Sandsteinformationen die vor allem in der Abend- und Morgensonne leuchten. Nun sind wir der urbanen Seite Südafrikas entkommen, in wahrer Naturkulisse lassen wir uns ein Braai - auf deutsch ein Grillabend mit vollbeladenen Grills, guten Getränken und vielen Geschichten - schmecken.

Gehzeit: 1-2h; Fahrzeit: 5-6h; Fahrstrecke: 400km; Chalets im Golden Gate Park [FA]

7. Tag Vom Golden Gate zum Royal Natal Nationalpark

Auf dem Weg durch den Golden Gate Park halten wir an besonderen Aussichtspunkten um die einmalig geformte Landschaft zu bestaunen. Hier im Park befindet sich auch das Basotho Cultural Village, das uns einen Einblick in die Lebensweise der South Basotho People gibt. Die Basotho stellen die Hauptbevölkerungsgruppe in Lesotho. Viele arbeiten aber in Südafrika, der Verdienst in den Minen ist höher als viele Einkommensmöglichkeiten in Lesotho. So gibt es inzwischen auch eine community in Südafrika. Wir verlassen den Golden Gate Park und fahren hinauf zum Witsishoek Mountain Resort (2.238 m) eine legendäre Unterkunft für Wanderer und Bergsteiger. Heute gehört das Resort der Dorfgemeinschaft, die mithilfe dänischer Unterstützung lernen als Gemeinschaft dieses Berghotel zu betreiben.

Die Zimmer sind einfach aber zweckmäßig eingerichtet. Am Nachmittag unternehmen wir eine ca. 3-stündige Wanderung in den Royal Nationalpark. Wir wandern hinunter zu den Mahai Fällen und den Mahai Höhlen und wieder zurück. Wer heute noch ausruhen möchte oder in Ruhe umpacken, kann die Wanderung auch ausfallen lassen. Das Gepäck wird aufgeteilt, in was wir mit auf den Berg nehmen und was wir im Trailer zurücklassen und erst am Ende unserer Drakensbergüberquerung wieder erhalten. Jeder Teilnehmer erhält einen Packsack für seine persönliche Kleidung und die Dinge, die wir mitnehmen möchten. Diese Säcke für ca. 8 - 10 kg Gepäck sind genau auf die Rucksäcke der Träger zugeschnitten. Auch unser Schlafsack und - falls dabei - unsere zusätzliche Liegematte werden für uns getragen. Für jeden gestellt wird eine gut isolierte Luftmatratze als Schlafunterlage, die recht bequem ist. Wir genießen zum letzten Mal unser Dach über dem Kopf und nehmen in Erwartung der kommenden Tage einen Drink an der Bar.

Gehzeit: 5-6h; Fahrzeit: 2-3h; Fahrstrecke: 150km; Witsishoek Mountain Resort o.ä. [FM]

8. Tag 1. Trekkingtag vom Sentinel zu den Tugela Fällen

Am Morgen treffen wir auf unseren Bergführer und die Mannschaft. Unser guide kann von sich behaupten die Drakensberge zu allen Jahreszeiten und in verschiedensten Längen durchquert zu haben - ein absolut erfahrener Mann, dessen Leidenschaft dem Dach Südafrikas gilt. Nach seiner Einführung starten wir. Zunächst fahren wir eine gute halbe Stunde und über ca. 250 Höhenmeter auf einer Bergpiste bis zum Endpukt der Straße und auf 2.500 m starten wir dann endgültig unsere Tour. Den mächtigen Felsaufbau des Sentinel vor uns wandern wir in alpinen Kehren bergauf. Gleich nach ein paar hundert Metern erreichen wir schon den ersten atemberaubenden Aussichtspunkt hinüber zum Teufelszahn – noch spektakulärer ist aber, dass wir jetzt über den Wolken zu gehen scheinen, denn von unten herauf schieben die massiven Wolkenbänke gegen die Wände der Drakensberge.

Nachdem wir den Sentinel umwandert haben erreichen wir die „Chain Ladder" eine Eisenleiter die in zwei Abschnitten ca. 30 Höhenmeter überwindet und uns damit endgültig auf das Plateau der Drakensberge hinaufführt (2.950 m). Keine Angst, selbst die Träger mit ihren schweren Lasten nutzen diese Steige und wir haben beide Hände frei um uns gut festzuhalten. Wir sind jetzt im Ukhalamba Drakensberg Park - UNESCO Weltnaturerbestätte. Das Plateau ist keinesfalls eine flache Ebene, immer wieder ragen einzelne Gipfel, wie das Crows Nest oder der Mount Aux Sources hervor. Noch spannender ist aber unser Lagerplatz, direkt oberhalb der zweithöchsten Wasserfälle der Erde – den Tugela Falls (2975 m), die hier 850 m in die Tiefe stürzen. Mutige können ein Bad in den Pools oberhalb der Fälle nehmen. Die Küche bei diesem Trekking ist sehr einfach, weil wirklich Alles mitgetragen werden muss. Wasser gibt es reichlich, daher wird viel gekocht, was wasserlöslich ist oder mit Wasser gekocht werden kann. Selbst die Milch wird als Pulver mitgetragen und in wieder Wasser aufgelöst. Am Anfang des Trekkings hat jeder von uns seinen Trinkbecher mit Farbe und Henkel bekommen - ein treuer Begleiter vom Kaffetrinken bis zum Zähneputzen. Die Mannschaft baut unsere Zelte auf - wir können gerne ein wenig mithelfen, müssen aber nicht.

Gehzeit: 5,5-6h; Fahrzeit: 0,5h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 0m; Chalets, Gästehaus und Zelten [FMA]

9. Tag Von den Tugela Fällen zur Madonna mit ihren Anbetern

Zum Frühstück bekommen wir heißen Kaffee oder Tee und Müsli oder Pfannenkuchen mit Marmelade. Bitte vergleichen Sie die Trekkingküche nicht mit den klassischen Trekkingzielen. Unser Guide leistet Erstaunliches - er bereitet sämtliche Mahlzeiten zu und organisiert die Mannschaft. Gegessen wird entweder im Freien oder im „Messezelt", das ebenfalls kleiner als bei unseren klassischen Treks ausfällt - aber es ist alles da um einen großartigen Wandertag zu erleben.Von den Tugela Fällen verläuft unsere Route parallel zum Escarpment der Drakensberge, was uns immer wieder überraschende Tiefblicke hinunter ins Kwa Zulu Natal, dem Land der Zulu eröffnet. Die Höhenmeter bei den Aufstiegen halten sich zwar in Grenzen, aber 200 Meter Aufstieg erscheinen hier deutlich mühsamer als in unseren Alpen. Das Hochplateau hat riesige Ausmaße und die Auf- und Abstiege ziehen sich entsprechend hin. Wir steigen eine Stunde bergan zu einer Passhöhe. Von hier sehen wir in der Ferne die größte Diamantenmine Lesothos in Letseng. Viel schöner ist aber der Blick in die andere Richtung, den wir auf der nächsten Passhöhe auf 3.140 erleben: bei klarem Wetter erkennen wir die weit entfernte Gipfelformation des Champaign Castle, wir sehen zum ersten mal den Cathedral Peak unser Gipfelziel, die Mweni Needles, die Three puddings, die wie umgestülpte Puddingbecher daliegen. Der Abstieg führt uns zu unserem Lagerplatz der den verheißungsvollen Namen " Madonna und ihre Anbeter" ( 2.955m) trägt. Beim Anblick der gewaltigen Felsskulpturen kann man verstehen, warum Menschen diesem Naturphänomen einen religiösen Namen gegeben haben. Wie demütige Figuren verneigen sich die Felsspitzen vor dem hoch aufragenden Turm der Madonna. Unser heutiger Lagerplatz zählt sicher mit zu den schönsten Plätzen, die man sich in und auf den Drakensbergen vorstellen kann - besonders eindrucksvoll sind die wechselnden Lichtstimmungen die vor allem Fotografen begeistern dürften. Wir schlafen heute wieder auf der gleichen Höhe wie am Vortag so dass auch Höhenempfindliche sich gut hier zurecht finden sollten.

Gehzeit: 6,5-7h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 300m; Zeltübernachtung [FMA]

10. Tag Zur Quelle des Oranje Flusses

Ein Gast meinte zu diesem Lagerplatz, dass es der beeindruckenste Sonnenaufgang seines Lebens war – es lohnt sich also früh aufzustehen und die Madonna im Morgenlicht zu bewundern.

Von unserem besonderen Platz steigen wir kurz auf knapp über 3000 Meter auf und genießen einen weiteren Weitblick auf die Formationen und Gipfel, die uns die nächsten Tage begleiten werden – Draußen am Horizont leuchtet der Woodstock Damm, der das Wasser des hier oben entspringenden Orange River aufstaut. Doch zuvor an einem der unzähligen Passüberquerungen, stoßen wir - ja Sie ahnen es schon - wieder auf eine besondere Felsformation. Diesmal sind es die zwölf Apostel, die ihre Ähnlichkeit zur gleichnamigen Formation am Tafelberg in Kapstadt nicht leugnen können.

Nach einer weiteren Wanderstunde, stehen wir am Quellfluss des Orange Rivers (Oranje), dem größten Fluß Südafrikas, der hier noch Senkhu heißt, später Gharib und erst bei Oranjemund nach 2160 Kilometern In den Atlantischen Ozean mündet. Hier füllen wir natürlich unsere Wasserflaschen mit reinem Quellwasser. Von der Quelle auf 2.840 m steigen wir wieder über die 3000er Marke zum Mweni Pass. Unterwegs treffen wir mit etwas Glück auf eine Pavian-Gruppe, die sich den Umständen des Gebirges angepasst hat – ihr Wuchs ist deutlich kleiner als der ihrer Artgenossen im Flachland. Einen Pass weiter stehen wir am Rockerie Pass. Gegenüber, in einer gigantischen Felswand nistet eine Lämmergeierkolonie. Nicht lange nach unserer Ankunft, starten sie ihre Rundflüge und wir können ihre Flügelspannweite bis zu zweieinhalb Metern ermessen. An diesem Platz verweilen wir ein wenig, denn er ist wirklich einzigartig. Unter uns liegt das Tal von Mweni aus dem unsere Zuluträger kommen. Ian, unser Partner, hat hier etwas ganz besonderes geschaffen, in dem er die Tradition des Tragens wieder eingeführt hat und damit vielen Dorfbewohnern, die sonst abgewandert wären eine Perspektive im Tourismus eröffnet hat. Er bildet auch guides aus und am Ende unseres Trekkings, werden wir in Mweni zu Gast bei den Familien unserer Träger sein.

Da wir heute in der Nähe des Lämmergeierfelsens übernachten haben wir genügend Zeit in Ruhe zu fotografieren oder zu filmen.

Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 350m; Abstieg: 350m; Zeltübernachtung [FMA]

11. Tag Von der Geierkolonie zum Mlambonja Pass

Wir verlassen nach unserem Morgen- und Frühstückritual unseren Lagerplatz bei den Lämmergeiern und folgen den ganzen Vormittag ziemlich genau parallel dem Rand des Escarpments. Am späten Vormittag erreichen wir einen Rastplatz mit einem netten (aber kalten) Pool - jetzt ist die Gelegenheit eine Vollwäsche zu nehmen. Erfrischt gehen wir bis zum Lunchplatz direkt am Rande des Escarpments und nun sind uns die Berge, die wir morgen queren wollen, schon zum Greifen nah - Bell ( 2.928 m), Cathedral Peak ( 3005 m), Outer Horn (3011m). Am Mlambonja Pass auf 2.980 m schlagen wir unser letztes Lager oben auf dem Plateau auf. Je nach Wetterlage könnte es sein, dass wir heute schon ein Stück weiter hinunter steigen zu den Twins Caves. Damit würde sich unser Tag um ca. eine Wanderstunde verlängern - der morgige Tag verkürzt sich dann dementsprechend.

Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 200m; Zeltübernachtung [FMA]

12. Tag Die Bell Traverse

Der spektakulärste und abwechslungsreichste Tag erwartet uns – die Bell Traverse verspricht nicht zu viel, sie erfordert aber auch unsere ganze Aufmerksamkeit. Wie der Name schon sagt queren wir auf schmalen Bergpfaden den Gebirgstock des Bell (ein Gipfel, der wie eine Glocke aussieht), steigen zweimal über fast weglose steile Rinnen ab und queren schließlich noch einen felsigen Gully bis wir am Fuß des Cathedral Peaks Mittagspause machen – bis dahin waren wir aber schon 4,5 Stunden auf den Beinen. Wir haben Höhe verloren von knapp 3000 Metern auf 2.500 aber die Traversen mit leichten Auf- und Abstiegen sich und erfordern Konzentration beim Gehen auf den schmalen Spuren. Schwindelfreiheit ist hier unerlässlich. Wer mag besteigt den Cathedral Peak zusammen mit unserem guide, der uns den Weg durch das nicht ganz einfache Gelände weist. Ab uns zu heißt es leichtes Klettern und wieder hilft uns eine Eisenleiter über einer steile Stelle. Der Gipfelblick vom markanten Cathedral Peak lohnt alle Mühen bis hinüber zum Teufelszahn, den wir am ersten Wandertag bewundert haben. Die Besteigung dauert insgesamt 1,5 Stunden im Auf- und Abstieg. Die Gruppe geht derweil voraus ins Lager, das nicht mehr weit vom Mittagsplatz entfernt ist (ca. 1 h) und erwartet die stolzen Gipfelstürmer. (Lagerhöhe bei 2.480 m).Vorbehalt für diesen Tag: Sollte das Wetter sehr regnerisch sein, manchmal fällt hier auch Neuschnee, dann werden wir die Bell Traverse nicht begehen können. Unser guide wird dann die Alternativroute über den Organ Pipe Pass gehen - ebenfalls spektakulär aber nicht so ausgesetzt.

Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 150m; Abstieg: 550m; Zeltübernachtung [FMA]

13. Tag Mweni - Abschlussabend

Unser letztes Frühstück, ein letztes Mal Packen und noch ca. 3,5 Stunden Genusswandern. Über satte, grüne, steile Hügel hinab - die Farben werden immer intensiver, je weiter wir absteigen. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen verabschieden wir uns von unserer Trekkingmannschaft. Nach etwa 1,5 Std. Fahrt erreichen wir unsere letzte Unterkunft im Sungubala Tal. Nach einer erfrischenden Dusche bietet ein Grillabend Gelegenheit die vielen spannenden Erlebnisse Revue passieren zu lassen.

Gehzeit: 3,5-4h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 1030m; Chaletübernachtung [FMA]

14. Tag Heimreise

Der heutige Tag beginnt mit einem letzten Frühstück unter dem südafrikanischen Himmel. Dann steigen wir in unseren Bus um nach Johannesburg zurückzukehren und dort unseren Rückflug zu erreichen. Wer möchte kann gerne noch ein paar Tage Safari im Krügerpark anhängen. Wir machen Ihnen gern ein Angebot!

Fahrzeit: 6h; Fahrstrecke: 450km; Übernachtung im Flugzeug [F]

15. Tag Ankunft

Ankunft am frühen Morgen in Deutschland.

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Für diese Reise sind eine gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Bei der 6-tägigen Trekkingtour geht es weniger um die absoluten Höhenmeter als um die Strecken und die immer wiederkehrenden langezogenen Auf- und Abstiege. Diese sind oft nur 150 bis 200 Höhenmeter aber können auch mal 1 bis 1,5 h Stunden dauern. Das Drakensbergplateau ist ein grandioses weitläufiges Wildnisgebiet, wir wandern oft weglos oder auf kleinen Trails der Basotho Hirten, es gibt keine markierten oder angelegte Wege - das ist aber genau der Reiz. Für die Bell Traverse müssen wir uns vorbehalten, dass diese bei schlechtem Wetter evtl. nicht gemacht werden kann - bei Wetterstürzen kann es hier auch einmal hineinschneien und dann sind die schmale Pfade zu rutschig und ausgesetzt. Auch bei guten Bedingungen brauchen Sie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Auch an den anderen Tagen kann sich der Camp-Platz ändern. Entweder weil das Wetter besonders gut und man weiter als gedacht, wandern konnte oder auch umgekehrt. Wir versichern Ihnen diese Anpassungen werden nur im Sinne der Gruppe gemacht! Die sog. Chain Ladders mit denen wir den Aufstieg vom Sentinel aufs Plateau überwinden, klingen dagegen weit gefährlicher als sie tatsächlich sind. die Eisenleitern sind sehr gut verankert und mit einer Geländerführung kann man die Leitern gut begehen. Für den Cathedral Peak (optional) sollten sie etwas leichte Klettererfahrung haben bzw. sich trauen im teilweise ausgesetzten Aufstiegsgelände zu gehen. Wir haben einen sehr erfahrenen Guide dabei, der sie vor Ort durch die "Schlüsselstellen" führen wird.
Beim Trekking brauchen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Notwendigen für unterwegs (Pullover/Fleece, Wind- und Regenschutz, Fotoausrüstung, Trinkflasche etc.) selbst tragen. Träger übernehmen Ihr Hauptgepäck (max. 8 kg pro Person, extra Packsäcke werden gestellt) sowie die Campingausrüstung. Das restliche nicht benötigte Gepäck wird im Fahrzeug gelagert.

Verpflegung

Noch ein offenes Wort zur Verpflegung beim Trekking: das gesamte Essen für die 6 Tage muss von Anfang an durch die Träger transportiert werden. Es gibt unterwegs keine Möglichkeit Lebensmittel oder frische Gemüse, Eier etc. dazuzukaufen. Aus Gewichtsgründen müssen wir auf leichte Nahrung, oft auch Instant zurückgreifen. Aufgebessert wird der Speiseplan durch frischen Käse und Wurst und die Kochkünste unseres guides aber bitte, erwarten Sie hier keinen Standard wie im Himalaya oder Südamerika. Unsere Träger unterliegen auch der strengen "porter policy" die Mindestalter, Tragegewicht, soziale Standards, regelt.

Wichtige Hinweise

Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund von wettertechnischen Ereignissen dazu gezwungen sein könnten das Routing in den Bergen zu ändern. Sollte dies vor der Tour bekannt sein, werden wir Sie natürlich informieren.

Unterkünfte

In Kapstadt übernachten Sie in einem schönen 3- Sterne Gästehaus am Fuße des Tafelbergs. Das Haus verfügt über individuell gestaltete Zimmer mit eigenem Bad und einem Pool. Im Golden Gate Nationalpark sowie die Nächte vor und nach dem Trekking übernachten Sie in landestypischen Chalets.
Während des Trekkings in den Drakensbergen campen Sie in der freien Natur, es gibt keinerlei sanitäre Anlagen. Zelte und eine gut isolierte Schlafunterlage werden gestellt.

Zusätzliche LeistungenPreis in €
Einzelzimmerzuschlag inkl. Einzelzeltzuschlag319,-
ZUSATZ-Reiseschutz-Paket: Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung44,-
Anschlussflüge vorbehaltlich Verfügbarkeit innerdeutsch180,-

BUCHEN / VORMERKEN