Polen - Wandern mit den Dünen

Von Stettin nach Danzig

Highlights

* Genussvolle Wanderungen: Strand, Wälder und Steilküste
* Burgen, Schlösser und Kathedralen der Herzöge von Pommern
* Marienburg - größte Backsteinfestung Europas (UNESCO-Welterbe)
* Kultur der Kaschuben und der Slowinzen
* Stadtführung in Stettin und Danzig

Was ist die „polnische Sahara"? Wo wird Kaschubisch gesprochen? Und in welcher Gegend schlug Oskar die Blechtrommel? Antworten finden Sie auf dieser Reise quer durch den Nordwesten Polens. Hinter den sanierten Fassaden steckt eine spannende Vergangenheit, eng mit der deutschen Geschichte verknüpft.
Wunderschöne Landschaften erwarten Sie: Weite Strände, steile Kliffs, glasklare Seen und Dünengebirge. Sie wandern durch den Nationalpark Wolin, eine Endmoränenlandschaft mit sanften Hügeln und einer Steilküste, an deren Wände die Wogen peitschen. Ein echter Kontrast ist „die Wüste" im Slowinski-Nationalpark mit bis zu 50 m hohen Wanderdünen. Sanft knirscht der weiße Sand unter Ihren Fußsohlen, wenn Sie auf die dunstige Ostsee blicken und die salzige Gischt riechen.
Die Schlösser und Burgen der Herzöge von Pommern spiegeln den einstigen Ruhm und Glanz der Region wider. Zurückversetzt ins Mittelalter fühlen Sie sich auf der riesigen Festung Marienburg, von den Mitgliedern des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert erbaut.

Reiseverlauf

1. Tag: Anreise: Berlin – Szczecin (Stettin) – Miedzyzdroje (Misdroy) – Kamien Pomorski (Cammin)

Frühmorgens treffen wir unseren polnischen Reiseleiter am Bahnhof in Berlin (Details zum Treffpunkt finden Sie in den letzten Reiseunterlagen). In ca. zwei Stunden fahren wir mit dem Zug nach Szczecin. Wir unternehmen eine Stadtrundfahrt durch Szczecin und sehen die Altstadt, die Oderterasse und das Schloss der Pommernherzöge. Danach fahren wir mit dem Bus nach Miedzyzdroje/ Misdroy, einem 1830 gegründeten Kurort und bekannten Seebad. Von der Strandpromenade aus kann man meterhohe Klippen bewundern.
Nach einer kurzen Mittagspause starten wir unsere erste Wanderung am Meer: Die ca. 10 km lange Route verläuft entlang der bis zu 100 m hohen Steilküste – das höchste Kliff Polens. Wir wandern an herrlichen Sandstränden, die das schöne Landschaftsbild prägen bis nach Wiselka, eine hübsche kleine Ortschaft mitten im Woliner Nationalpark. Der Bus bringt uns ein kurzes Stück weiter nach Cammin, wo wir unsere Zimmer für zwei Nächte beziehen.
Gehzeit: ca. 2 bis 3 Std.
Fahrzeit: ca. 4 bis 5 Std.
Hotel Pod Muzami in Cammin (o. gleichwertige Alternative) (A)

2. Tag: Kamien Pomorski – Wolin – Stettiner Haff – Miedzyzdroje/ Misdroy – Kamien Pomorski

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus nach Wolin. Diese Kleinstadt war im Mittelalter ein wichtiger Ostseehafen. Der Ort wird mit der sagenumwobenen Stadt Vineta in Verbindung gebracht. Skandinavische Einflüsse und die bewegte Geschichte von Pommern wirken auf uns ein. In der Nähe von Wolin beginnen wir unsere Wanderung (12 km) immer am Stettiner Haff entlang. Die Inseln Wolin und Usedom berühren sich beinahe, sie sind nur durch den Hauptarm der Oder voneinander getrennt. Im Norden drückt die Ostsee gegen die Inseln, im Süden werden sie vom Stettiner Haff umspült. Weite Schilfgürtel, sanft ansteigende Hügel, wilde Steilküste, Buchen- und Eichenmischwälder prägen die Landschaft. Vielleicht können wir sogar einen Seeadler entdecken, der seine Kreise hoch über unseren Köpfen zieht. Schließlich erreichen wir den Türkis-See, benannt nach der Farbe seines Wassers.
Anschließend bummeln wir über die Seepromenade von Misdroy, bevor es wieder zurück nach Cammin geht.
Gehzeit: ca. 3,5 bis 4 Std.
Fahrzeit: ca. 2 Std.
Hotel Pod Muzami in Cammin (o. gleichwertige Alternative) (FA)

3. Tag: Kamien Pomorski – Trzesacz (Hoff) – Kolobrzeg (Kolberg)

Nach dem Frühstück besuchen wir zuerst die Kathedrale in Cammin, die zu den schönsten im Lande gehört. Hier befinden sich eine gut erhaltene Sammlung spätgotischer Wandgemälde und eine berühmte Orgel. Nach der Besichtigung fahren wir an die Ostseeküste. Unterwegs kommen wir nach Trzesacz (Hoff) – einem kleinen Ort an der polnischen Ostseeküste, berühmt für die Ruine einer gotischen Kirche. Diese Pfarrkirche war im XV. Jahrhundert ca. 2 km vom Strandufer entfernt gebaut worden. Mit den Jahren kam das Wasser immer näher, unterspülte den Sakralbau und hinterließ schließlich nur eine Wandruine. Der ehemalige Altar der Kirche wurde in die Kathedrale in Cammin versetzt.
Unsere heutige Küstenwanderung führt von Pogorzelica nach Mrzezyno (ca. 12 km). Anschließend bringt uns der Bus nach Kolberg, wo wir unsere Zimmer beziehen. Bleibt noch Zeit, so unternehmen wir einen Abendspaziergang entlang der Mole in Kolberg oder zum Marktplatz mit dem schönen, von Schinkel entworfenen, Rathaus.

Gehzeit: ca. 3,5 bis 4 Std.
Fahrzeit: ca. 1,5 Std.
Hotel New Skanpol in Kolberg (o. gleichwertige Alternative) (FA)

4. Tag: Kolobrzeg (Kolberg) – Slowinski NP – Smoldzino (Schmolsin) – Freilichtmuseum in Kluki – Slowinski Nationalpark – Leba

Nach dem Frühstück erreichen wir nach ca. 2 Busstunden den Ort Smoldzino, den ehemaligen Sommersitz der protestantischen Herzogin Anna de Croy geb. Greifin. Dort werfen wir einen Blick in die wunderschöne kleine Kirche mit den Portraits der Herzogin und ihres einzigen Sohnes Ernest de Croy.
Anschließend geht es durch die einsame Landschaft nach Kluki. Aufgrund der isolierten Lage blieb die Kultur der Slowinzen hier lange erhalten. Bei einem Spaziergang durch das Freilichtmuseum mit seinen historischen Bauernhöfen fühlen wir uns zurückversetzt ins 18. und 19. Jahrhundert.
Der Bus bringt uns ins 10 Kilometer weiter gelegene Czolpino, von wo wir am Nachmittag unsere Wanderung (11 km) durch den Slowinski Nationalpark starten. Der Park zählt zu den UNESCO-Biosphärenreservaten, seinen Namen verdankt er der Volksgruppe der Slowinzen. Die Route führt uns an einem Leuchtturm vorbei und mitten durch die "polnische Sahara" mit ihren spektakulären Dünenformationen.
Wir setzen unsere Fahrt fort bis zum Badeort Leba. An der Grenze zum Nationalpark gelegen, eingebettet zwischen Ostsee, dem Leba-Fluss, dem Lebsko- und Sarbsko- See verdankt das Städtchen seinen Charme den Fischerhäusern aus dem 19. Jahrhundert, den Kuttern, kleinen Bars und Tavernen. Die breiten Sandstrände, das einzigartige Mikroklima und das Meer in unmittelbarer Nähe machen Leba so beliebt bei seinen Besuchern. In einem 3-Sterne-Hotel, nur wenige Schritte vom Strand entfernt, richten wir uns für die nächsten zwei Tage ein.
Gehzeit: ca. 3 bis 4 Std.
Hotel Wodnik in Leba (o. gleichwertige Alternative) (FA)

5. Tag: Slowinski-Nationalpark – Leba

Heute geht es noch einmal in den Slowinski-Nationalpark, wir erwandern die Wüstenlandschaft bei Leba (ca. 12 km). Auf der Nehrung zwischen Leba und Rowy haben sich große Wanderdünen gebildet. Jahr für Jahr türmt der Wind hier bis zu 50m hohe Dünen auf, die sich durch seine Kraft um ca. 10m jährlich weiterbewegen. Bei einer Wanderung durch den weißen Sand auf eine der mächtigen Dünen eröffnet sich uns ein herrlicher Ausblick. Wenn es das Wetter erlaubt, können wir nach unserer "Wüstentour" noch ein erfrischendes Bad in der Ostsee nehmen.
Gehzeit: ca. 3 bis 4 Std.
Hotel Wodnik in Leba (o. gleichwertige Alternative) (FA)

6. Tag: Leba – Landschaftspark Kaschubei – Kartuzy/Karthaus – Gdansk/Danzig

Nach dem Frühstück fahren wir nach Chmielno. Im traditionsreiche Keramikmuseum der Familie Necel bewundern wir die mit Liebe zum Detail gefertigten Schüsseln, Tassen und Krüge.
Danach wandern wir (ca. 8 km) durch das wunderschöne Wald- und Seengebiet des Kaschubischen Landschaftsparks bis nach Karthaus.
Nach einer Mittagspause besichtigen wir dort das historische Stift des Kartäuserordens.
Auf unserer Weiterfahrt hören wir die Geschichte des wohl berühmtesten aller Kaschuben, Günter Grass. Angekommen in Gdansk (Danzig) beziehen wir unsere Zimmer für die letzten drei Nächte.
Gehzeit: ca. 2 bis 3 Std.
Fahrzeit: ca. 2,5 Std.
Hotel Dom Muzyka in Danzig (o. gleichwertige Alternative) (FA)

7. Tag: Gdansk (Danzig) – Oliwa – Sopot – Gdansk/Danzig

Nach dem Frühstück lädt Danzig, die Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern, zur Besichtigung ein (ca. 3 Std.). Wir bummeln durch die Altstadt der ehemaligen Hansestadt, am Radaune-Kanal entlang und zur Rechtstadt am Ufer der Mottlau und sehen uns das Krantor – das Wahrzeichen der Stadt – den Neptunbrunnen, das Große Zeughaus und das Rechtstädtische Rathaus an.
Am Nachmittag entdecken wir die anderen Teile der quirligen Dreistadt Gdansk, Sopot und Gdynia. Die drei Städte befinden sich auf den Anhöhen des Dreistädter Naturparks und an der Westküste der Danziger Bucht. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren wir nach Gdansk-Oliwa. Durch das wunderschön angelegte Parkgelände, das die Kathedrale umgibt, führt uns der Weg zum Dom von Oliwa. Berühmt ist die große Orgel mit über 7500 Orgelpfeifen. Ihrem Klang können wir bei einer kleinen Orgelpräsentation lauschen.
Das einst mondäne Seebad Sopot, der Geburtsort von Klaus Kinski, ist unsere nächste Station. Bei einem Spaziergang sehen wir die schmucke Einkaufsstraße mit Gebäuden aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch das "krumme Haus" (Krzywy Domek) des Künstlers und Architekten Paul Dahlberg können wir bewundern. Auf einer der längsten Seebrücken Europas gelangen wir 511,50 m in die Ostsee hinaus.
Zurück in Danzig kehren wir zum Abendessen in einem schönen Restaurant in der Altstadt ein.

Gehzeit: ca. 4 bis 4,5 Std.
Fahrzeit: ca. 1 Std.
Hotel Dom Muzyka in Danzig (o. gleichwertige Alternative) (FA)

8. Tag: Gdansk – Malbork/Marienburg – Gdansk

Wir fahren mit dem Bus nach Malbork (Marienburg), der größten Backsteinfestung der Kreuzritter in Europa. Die Burganlage wurde im 13. und 14. Jahrhundert vom Deutschen Orden erbaut. Die Anlage umfasst das Hochschloss im Zentrum, das Mittelschloss mit dem Hochmeisterpalast sowie diverse andere Gebäude, Türme, Tore und Ringmauern. Von 1309 - 1454 war die Burg Sitz der Hochmeister und somit Herrschaftszentrum des Deutschen Ordens im ostpreußischen Ordensstaat. Sie gilt als eines der bedeutendsten historischen Bauwerke Polens und zählt heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Zurück in Gdansk steht uns der Nachmittag zur freien Verfügung. Wer möchte, kann durch die Innenstadt bummeln oder das Nationalmuseum mit Kunstwerken wie dem "Jüngsten Gericht" von Hans Memling besuchen. Fakultativ kann auch eine Bootsfahrt zur Westerplatte, zur Danziger Werft oder zur Halbinsel Hela unternommen werden.
Am Abend treffen wir uns wieder zu einem gemütlichen Abschiedsessen.
Gehzeit: ca. 2 bis 2,5 Std.
Hotel Dom Muzyka in Danzig (o. gleichwertige Alternative) (FA)

9. Tag: Heimreise

Heute verabschieden wir uns von Pommern und fahren mit dem Zug zurück nach Berlin.
Fahrzeit: ca. 7 Std.

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Die 2- bis 5-stündigen Wanderungen (reine Gehzeit - ohne Pausen) auf befestigten Wegen und auch am Strand beinhalten keine nennenswerten Steigungen. Zudem werden sie von Besichtigungen und erholsamen Pausen unterbrochen. Von ausdauernden und trittsicheren Wanderfreunden sind die Wanderetappen sehr gut zu bewältigen. Sie eignen sich auch ideal für Einsteiger, die ausprobieren möchten, ob sie diese Art des Reisens mögen und die nötigen Voraussetzungen für Wanderreisen im Allgemeinen mitbringen. Sie sind in Mittelklasse-Hotels untergebracht. Die Unterkünfte liegen im Stadtzentrum, an der Ostsee – nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt oder in der Altstadt. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, auf abendlichen Spaziergängen die Atmosphäre der besuchten Städte zu erleben. Je nach Reisetermin und Wetterlage kann es zu Haupturlaubszeiten und an den Wochenenden in den Seebädern und größeren Badeorten auch recht lebhaft zugehen. Anfang August findet in Danzig immer Dominikanerfest mit Umzügen und einem Jahrmarkt statt.
Im Reisepreis ist Halbpension eingeschlossen. Frühstück und Abendessen nehmen Sie meist in Ihren Unterkünften ein. Mittags machen Sie entweder ein Picknick im Freien oder speisen in einem Restaurant. In den meisten Hotels erhalten Sie abends ein 3-gängiges Menu. Natürlich probieren Sie auch polnische Spezialitäten, wie Piroggen, Bigos und Pfannkuchen.

Verpflegung

Im Reisepreis ist Halbpension eingeschlossen. Frühstück und Abendessen nehmen Sie meist in Ihren Unterkünften ein. Mittags machen Sie entweder ein Picknick im Freien oder speisen in einem Restaurant. In den meisten Hotels erhalten Sie ein 3-gängiges Menu. Natürlich probieren Sie auch polnische Spezialitäten, wie Piroggen, Bigos und Pfannkuchen.

Wichtige Hinweise:

Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte durchzuführen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.

Klima

Polen liegt in der gemäßigten Klimazone. Hier herrscht kontinentales Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Das Wetter an der Ostseeküste ist unbeständig: Die Sonne strahlt, doch plötzlich kann es regnen und stürmen. So schnell, wie die Wolken kommen, werden sie aber vom Wind auch wieder weggeblasen. Im Sommer (Juni - August) liegen die Temperaturen bei maximal 30°C, die Durchschnitttemperatur beträgt etwa 20°C.

Zusätzliche LeistungenPreis in €
ZUSATZ-Reiseschutz-Paket: Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung26,-

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