Radreise zu den Schönheiten des "kleinen Kaukasus"

Highlights

Kulturell und landschaftlich hoch interessante Gebiete des „Kleinen Kaukasus“
Entlang der alten Seidenstraße durch bewaldete Bergregionen und steppenartige Landschaften
Zoratz Karer - das armenische Stonehenge
Sewan-See - Größter Bergsee Armeniens
Kloster Khor Virap am Fuße des Ararat

Der südliche Kaukasus – ein bisher noch wenig erradeltes und deswegen umso spannenderes Gebiet. Mit seinen neun von zehn Klimazonen der Erde bietet Armenien unterschiedlichste Landschaften auf kleinstem Raum. So finden sich Hochgebietspanoramen, alpine Wiesen, Flüsse und Schluchten, Feuchtgebiete und Seen, Steppen und Halbwüsten.

Reiseverlauf

1. Tag

Anreise
Von Deutschland aus fliegen wir über Wien nach Jerewan.

2. Tag

Jerewan – Ushi
Wir werden am frühen Morgen am Flughafen Jerewan abgeholt. Es folgt eine kurze Fahrt ins Bergdorf Ushi. Wir können uns nun bis zum Nachmittag ausruhen, dann starten wir zu einer Eingewöhnungstour zum Saghmosavank Kloster - malerisch in einer Schlucht gelegen. Wir genießen die herrlichen Ausblicke auf den Ararat. Abends besucht uns jemand von der Stiftung FPWC (Foundation for the Preservation of Wildlife and Cultural Assets), der uns über einige Projekte informiert. 1 ÜN im Gästehaus in Ushi (ca. 20km).

3. Tag

Ushi - Aparan - Kloster Haghpat - Novemberjan
Transfer per Bus nach Novemberjan. Wir besuchen Aparan, eine der ältesten Städte Armeniens (2.Jh.) und seine berühmte Basilika (4.Jh.). Vielleicht können wir dort auch den Gemeindepriester treffen. Über den Spitak-Pass geht es über eine sanft begraste Hochebene mit jesidischen Dörfern durch die vom Erdbeben 1988 gezeichneten Städte Spitak und Vanadzor. Es geht bergauf entlang der romantischen Debedschlucht zu den Klöstern Haghpat und Sanahin (UNESCO), das geistige Zentrum im Mittelalter (10.Jh.). Wie viele Baudenkmäler Armeniens liegen sie eingebettet in eine großartige, einsame Landschaft. Diese oft geheimnisvollen Flecken jenseits touristischer Pfade aufzuspüren, verleiht unserer Tour durch Armenien den besonderen Reiz. 1 ÜN im Hotel in Novemberjan (Fahrzeit ca. 4 Std.).

4. Tag

Naturschutzprojekt Caucasus Wildlife Refuge
Wir verbringen einen erlebnisreichen Tag im Caucasus Wildlife Refuge der Naturschutzorganisation FPWC. Wer aktiv sein möchte kann – in Begleitung der Ranger – wandern oder reiten. Wer sich ausruhen möchte, genießt die fantastische Aussicht direkt an der Ranger Station und beobachtet mit dem Fernglas, ob sich in den gegenüberliegenden steilen Bergwänden die seltenen Bezoar Ziegen zeigen. Im Sommer lohnt auch der kurze Abstieg ins Tal, wo man im klaren Bergwasser eines Flusses baden kann. Das Team des FPWC wird hier noch einmal einen Überblick über die Arbeit der Organisation geben, die ganz besonders mit diesem Naturschutzprojekt darauf abzielt, die seltenen Tiere und Pflanzen Armeniens wirksam zu schützen. 1 ÜN im Gästehaus in Urtsadzor.

5. Tag

Novemberjan - Ijevan
Unsere erste Radstrecke führt durch eine bewaldete Hügellandschaft. Abstecher nach Makaravank, einem mittelalterlichen Klosterkomplex am Hang des Paitatap-Bergmassivs. Neben einer Quelle befindet sich ein schöner Picknickplatz. Weiter geht es in Richtung Ijevan. Unterwegs können wir optional die Pedale gegen Wanderschuhe tauschen und durch eine tiefe Schlucht nach Lastiver hiken. Am Ufer des Aghstev-Flusses nahe der Stadt finden sich noch die Ruinen einer mittelalterlichen Karawanserei. Übernachtung in Ijevan, einem wichtigen Ort auf der alten Handelsroute von Ost nach West, im Hotel nahe des Marktes (ca. 40 km).

6. Tag

Ijevan - Dilijan
Am Morgen schlendern wir über den Markt in Ijevan, dann geht es weiter durch eine dicht bewaldete Hügellandschaft zum Klosterkomplex Goshavank (12.Jhd.). Die Etappe endet in Dilijan, einem kleinen Kurort inmitten eines dicht bewaldeten Naturschutzgebietes. Hier findet man sehr schöne Beispiele traditioneller armenischer Holzhausarchitektur. 2 ÜN im Gästehaus (ca. 45 km).

7. Tag

Pausentag in Dilijan
Es gibt viele Sehenswürdigkeiten in Dilijan. Diese Region ist für ihre reiche Naturvielfalt sehr beliebt. Wir können eine Wanderung zum Parz-See machen, eine Radtour zum Dorf Gosh und Kloster Haghartsin oder einfach nur durch die schöne Altstadt bummeln.

8. Tag

Dilijan - Sewansee
Unsere heutige Radetappe führt durch Chambarak zum Sewansee. Im Kontrast zu dem üppigen Grün rund um Dilijan werden die Berge kahler. Wir erreichen eine beeindruckende, steppenartige Landschaft rund um den auf ca. 1.900m gelegenen Sewansee. Sein kühles, türkisblaues Wasser lädt im Sommer zum Baden ein. Strand- und Wasserzugvögel legen eine Ruhepause auf den langen Frühlings- und Herbstwanderungen ein. Auf der Sewanhalbinsel, die ursprünglich eine Insel war und erst im 20. Jahrhundert durch den sinkenden Wasserspiegel entstand, besichtigen wir das aus dem 9. Jahrhundert stammende Sewan-Kloster. 1 ÜN im Hotel direkt am See (ca. 75 km).

9. Tag

Entlang des Sewan-Sees nach Martuni
Wir umrunden weiter den Sewan-See per Rad und fahren durch eine großartige, einsame Landschaft. Links befindet sich ein mächtiger Gebirgszug, hinter dem die aserbaidschanische Grenze verläuft, rechts der silber glänzende See. Die Straße wird zeitweise zur Piste. Unterwegs können wir baden und picknicken, sofern es warm genug ist. Unweit des Dorfes Tsovinar erklettern wir die urartäische Festung Teischeba-Ura und genießen den schönen Ausblick auf den See. 1 ÜN im Hotel in Martuni (ca. 68 km).

10. Tag

Martuni - Yeghegnadzor
Wir verlassen "unseren" See, es geht in vielen Serpentinen durch karge steppenartige Landschaft bergauf, nach ca. 25km haben wir den Selim-Pass erreicht. Oben besichtigen wir eine Karawanserei aus dem 14.Jahrhundert. Auf einer Höhe von 2.410m genießen wir den meist freien Blick auf den Ararat. Hier verlief auch eine Route der alten Seidenstraße. Es schließt sich eine spektakuläre Abfahrt bis nach Yeghegnad­zor an. Optional kann noch das Noravank Kloster besichtigt werden, wenn noch Zeit ist. 1 ÜN im Hotel in Yeghegnadzor (ca. 59 km).

11. Tag

Yeghegnadzor - Sisian
Die Strecke nach Sisian wird teilweise per Rad, teils per Bus (ca. 30km) zurückgelegt. Wir besuchen das aus der Bronzezeit stammende armenische Stonehenge – 200 aufrecht stehende, kreisförmig angeordnete Basaltsteine. In unmittelbarer Nähe befinden sich prähistorische Höhlengräber. Gräber und Steine bilden zusammen eine mythische Kultstätte mit ganz besonderer Ausstrahlung. Von hier aus radeln wir zum Festungskloster Vorotavank aus dem 10. Jahrhundert. Der Gebäudekomplex bietet eine spektakuläre Aussicht über die Schlucht und den Vorotan-Fluss. Sisian ist eine nette Kleinstadt, die sich leicht zu Fuß erkunden lässt. 1 ÜN im Hotel in Sisian (ca. 55 km).

12. Tag

Sisian – Kloster Tatev - Goris
Durch typische armenische Dörfer geht es hinunter in die mit dichten Wäldern umsäumte Schlucht des rauschenden Vorotan zur Satansbrücke. Wir genießen ein Bad in einer warmen Quelle nahe der Brücke. Beeindruckend ist der Blick auf die Klosterfestung des Tatevklosters, das oben auf dem Felshang thront. Tatev ist eine der bedeutendsten Klosteranlagen Armeniens. Von hier oben bieten sich spektakuläre Ausblicke. Von Tatev geht es mit der Seilbahn über die spektakuläre Schlucht des Vorotan nach Halidzor. Die Seilbahn ist mit 5.750 Metern die längste, mit einem durchgehenden Tragseil ausgeführte Pendelbahn der Welt (erbaut 2010). Weiter radeln wir in zügiger Fahrt fast nur noch bergab in die kleine Stadt Goris. 1 ÜN im Hotel in Goris (ca. 75 km).

13. Tag

Goris - Urtsadzor
Die Stadt Goris ist idyllisch in einem grünen Tal gelegen. Durch den fruchtbaren Boden gibt es hier viel Obstanbau. Goris ist berühmt für seine guten Obstschnäpse. Am Morgen machen wir einen kleinen Stadtbummel durch Goris, danach besichtigen wir "Alt-Goris", das überwiegend aus Felsenwohnungen bestand. Am Nachmittag Transfer mit dem Bus nach Zangakatun (ca. 150km). Die Radetappe des heutigen Tages führt von dort nach Urtsadzor. 1 ÜN im Gästehaus in Urtsadzor (ca. 30 km).

14. Tag

Urtsadzor - Khor Virap - Ushi
Die Radetappe des heutigen Tages führt von Urtsadzor nach Khor Virap. Dieser kleine Klosterkomplex ist nicht nur besonders schön, sondern bietet auch einen spektakulären Blick auf den Ararat. Da das Kloster direkt an der türkischen Grenze liegt, kann man von dort auch die Kontrollpunkte auf beiden Seiten der geschlossenen Grenze beobachten. Im Anschluss Fahrt nach Ushi (ca. 70km) mit Ankunft am Abend. 1 ÜN wieder im Gästehaus in Ushi (ca. 30 km).

15. Tag

Jerewan
Zur freien Verfügung in Jerewan. Fakultativ: Besuch des Matenadaran - einer der ältesten und kostbarsten Handschriftensammlungen der Welt - oder einfach durch die «Vernissage» einem Handwerker- und Flohmarkt bummeln. Alternativ: Besuch der Yerevan Brandy Factory und/oder Film Regisseur Sergei Parajanov Museum. Wir steigen die Kascade hoch und nach einem letzten Blick auf "unseren“ magischen Berg bereiten wir uns auf die Heimreise vor… Übernachtung wieder im Gästehaus in Ushi.

16. Tag

Rückflug nach Deutschland
Am frühen Morgen geht es zurück nach Deutschland.

Generelle Hinweise

Letzte Rücktrittsmöglichkeit des Reiseveranstalters bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl: 21 Tage vor Reisebeginn.

Zusätzliche LeistungenPreis in €
Leihrad100
E-Bike (auf Anfrage)170

BUCHEN / VORMERKEN