Madagaskar - Vom Hochland an die Küste per Rad

Radtour vom Hochland über Ranomafana an die Küste

Highlights

Von der Hauptstadt Antananarivo radeln wir bis zu 580 km bis an den Strand von Ifaty
-Zum Einradeln Ausflug in die Umgebung von Antsirabe
- Die Seen Tritriva und Andraikiba
- Ranomafana Nationalpark
- Anja dorfgemeinschaftlicher Park
- Andringitra Massiv und Region
- Isalo Massiv und Region
- Ifaty Wälder und Strand

Madagaskar ist ein geheimnisvolles Land. Von den großen Touristenströmen ignoriert, bietet es dem Besucher eine enorme Vielfalt an Landschaften und eine ganz eigene Fauna und Flora. Wer Madagaskar auf ruhige und intensive Art erleben will, für den ist diese Radreise vom Hochland an die Küste genau das Richtige. Durch die langsame Fortbewegung und das offene Verkehrsmittel ist man der Bevölkerung wesentlich näher und kann so das Land noch intensiver erleben. Wem die Etappen zu lang sind, kann unterwegs in das Begleitfahrzeug umsteigen, oder auch gerne längere Distanzen radeln.

Diese Reise dauert 16 Tage, davon fahren Sie an acht Tagen auf dem Fahrrad. Von der Hauptstadt Antananarivo 580 km bis zur Sudwestküste Madagaskars und schließlich bis zur Ifaty Strand. Die Route führt durch die Dörfer der madagassischen Hochebene und durch die Steppe bis an die Küste am Kanal von Mozambik. Sie erleben die Bevölkerung bei der Arbeit auf den Reisfeldern und sehen Plantagen mit tropischen Früchten. Dazu die magische Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars. Sie fahren meist auf geteerter Straße aber auch auf nicht geteerten Nebenstraßen und unbefestigten Feld- und Waldwegen. Es ist ein wirklich ein unvergessliches Erlebnis.

Reiseverlauf

1. Tag: Ankunft in Antananarivo

Sie treffen Ihren Reiseleiter im Laufe des Tages entsprechend Ihrer Ankunftszeit. Tana ist eine bezaubernde Ansammlung farbenprächtiger Häuser, die oft atemberaubend schief an den Hängen kleben. Windschiefe Dächer, verwitterte Backsteinmauern und baufällige Holzbuden schieben sich waghalsig in- und übereinander, wie um sich gegenseitig am Abrutschen zu hindern. Sie werden am Flughafen abgeholt. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. (-)

2. Tag: Antananarivo – Antsirabe

Auf der Fahrt nach Antsirabe kommen durch das fruchtbare Hochland. Neben den für die Gegend typischen Reisterrassen sehen wir auch viele Obst- und Gemüseplantagen. Wir halten hier und da um mit Leuten zu reden oder das ländliche Leben zu beobachten. Die Umgebung von Antsirabe ist es wert entdeckt zu werden. Hier und in Betafo werden die landwirtschaftlichen Produkte der Umgebung angebaut. Von hier werden der größte Teil des Obstes und Gemüse nach Tana transportiert und von dort im ganzen Land verkauft. Am Nachmittag kümmern wir uns um unsere Räder. Eine erste kleine Fahrt steht auf dem Programm. In erster Linie geht es darum mit den Rädern und dem Verkehr vertraut zu werden.
(F/M/A)
(16km)

Antsirabe – Lac Andraikiba – Lac Tritriva – Betafo

Zunächst fahren wir zum Andraikiba See. Er dient heute als Wasserreservoir für Antsirabe. Weiter geht es auf guter Piste. Wir kommen durch mehrere Dörfer bis wir den Lac Tritriva erreichen. Das ist ein Kratersee um den sich einige Geschichten ranken. Die ganze Gegend ist vulkanischen Ursprungs. Man hat eine schöne Aussicht auf die Dörfer und Felder der für die Brauerei in Antsirabe arbeitenden Getreidebauern. Natürlich ranken sich einige Geschichten um den See. Nach dem Lunch fahren wir weiter nach Betafo. Der Name bedeutet ‚Wo es viele Dächer gibt‘. Dort sehen wir uns kurz um, besuchen den Markt. Falls wir gut in der Zeit sind können wir noch vier km anhängen und ein Bad in einer heißen Quelle nehmen. Wir halten hier und da um mit den Leuten zu sprechen. Die letzten 22 km fahren wir auf Teer. Am Nachmittag sind wir wieder zurück in Antsirabe.
(F/M/A)
(etwa 59 km, davon 32 Piste)

4. Tag: Antsirabe – Ambositra

Nachdem wir uns nun schon an den madagassischen Verkehr gewöhnt haben geht es weiter durch das fruchtbare Hochtal Richtung Ambositra. Auf hügeliger Straße begegnen wir immer wieder Zebu Rindern und freundlichen Viehhirten. Wir fahren durch eine fruchtbare üppige Landschaft, wir sehen das geschäftige Treiben auf den Feldern, Frauen waschen ihre Wäsche an den Flussufern und trocken sie auf den Felsen. Falls die Zeit reicht besuchen wir in Ambositra, der Hauptstadt des Kunsthandwerks, die Holzschnitzer der Zafimaniry, deren traditionelle Holzschnitzkunst von der UNESCO in die Liste der insgesamt 47 Meisterwerke traditioneller Weltkultur aufgenommen wurde.
(F/M/A)
(ca. 95 km)

5. Tag: Ambositra – Ranomafana

Falls gestern die Zeit zu knapp war besuchen wir heute kurz die Holzschnitzer. Auf einer kurvenreichen Straße fahren wir zunächst im Bus Richtung Camp Robin und weiter nach Ialatsara. Eine landschaftlich traumhafte Strecke unterhalb großer Granitberge führt nach Ambohimahasoa. Nach zwei intensiven Steigungen auf Asphalt geht es wieder auf eine Piste durch einige Dörfer und Eukalyptuswälder, bevor die Primärwälder des Ranomafana Nationalparks sichtbar werden. Die letzten Kilometer geht es auf Asphalt flott bergab. Nachdem wir den Ort Ranomafana passiert haben geht es noch einige Kilometer ins Tal bevor wir unser Hotel erreichen.
(F/M/A)
(etwa 64 km, davon 20 Piste, 1 – 2 Stunden Bustransfer, ungefähr 70 km)

6. Tag: Ranomafana Nationalpark

Heute werden wir sehr früh die Federn verlassen, um uns das allmorgendliche Schauspiel der Tiere, die nur zu dieser Tageszeit zu beobachten sind, nicht entgehen zu lassen. In Ranomafana gibt es 12 Lemuren Arten, Geckos, Chamäleons, und Frösche und nicht weniger als 96 Vogelarten, davon 68 endemisch. Wir finden Orchideen, Baumfarne und riesige Bambus. Wir hoffen verschiedene Lemuren zum Beispiel den Diadema Sifaka zu sehen. Mit etwas Glück können wir auch den goldenen Bambuslemur beobachten. Zurück im Ort haben wir die Möglichkeit im Schwimmbad der heißen Quellen ein Bad zu nehmen.
(F/M/A)

7. Tag: Ranomafana – Sahambavy

Auf Asphalt geht es durch den Regenwald bergauf. Zuerst fahren wir die wenigen Kilometer von unserem Hotel durch das Tal zurück, dann folgt ein recht steiler Anstieg, vorbei am Parkeingang bis Ambanja. Unterwegs sehen wir Familien, die Flusssand am Wegesrand verkaufen, sowie einige Korbflechter. Weiter geht es auf einem Feld- und Waldweg nach Sahambavy. Ab hier kann das Auto nicht folgen, einige altersschwache Brücken können nur mit dem Rad oder zu Fuß überquert werden. Sahambavy ist das madagassische Zentrum des Teeanbaus. Wenn wir es zeitlich schaffen besichtigen wir den Sahambavy Tea Estate, die einzige Teeplantage Madagaskars.
(F/M/A)
(etwa 44 km, davon 22 km auf Feld- und Waldwegen)

8. Tag: Sahambavy – Ambalavao

Wir radeln nach Fianarantsoa, dem früheren geistigen Zentrum des Landes. Die Stadt ist sehr geschäftig. Danach geht weiter, meist bergab, nach Ambalavao. Die Fahrt ist landschaftlich sehr schön mit vielen Ausblicken in die Täler. Nur kurz vor der Ankunft fordert uns noch eine Steigung. Alternativ können wir vom Hotel in Sahambavy 54 km bis Ambalavao auch auf unbefestigten Feld- und Waldwegen fahren. Das Auto kann hier nicht folgen. Wir durchqueren mehrere kleine Täler mit Reis- und Maniokplantagen sowie einige Eukalyptuswälder. Reisende kommen selten hierher, die Kinder haben selten weiße Menschen gesehen und stehen neugierig um uns herum. Den letzten Teil fahren wir dann im Auto. In Ambalavao besuchen wir die traditionelle Antaimoro Papierherstellung. Die Herkunft des kupferfarbenen Papiers, das sich wie feine, seidige Raufasertapete anfühlt, ist weit in die Vergangenheit zurückzuführen.
(F/M/A)
(etwa 80 km, davon 15 km einfache Piste)

9. Tag: Ambalavao – Anja, dorfgemeinschaftlicher Park – Tsaranoro

Bizarre Landschaftsformen erwarten uns im Anja Park. Dieser kleine Park ist ein gutes Beispiel für die Selbstverwaltung eines Dorfes und der Entwicklung des Tourismus. Am Eingang des kleinen Parks wurde eine kleine Informationshütte errichtet in der wir uns über das Projekt informieren können. Wir sehen hier viele Katta (Lemur Catta). Diese Lemuren lassen sich sehr gern beobachten. Wir machen einen kurzen Rundgang durch das Gelände. Südlich von Ambalavao ändert sich die Gegend. Wir passieren die Grenze vom Hochland zum Süden. Riesige Granitmassive wechseln sich mit einer Grassteppenlandschaft ab. Wir biegen ins Tsaranoro Tal ab und radeln auf das Andringitra Gebirge, dem zweithöchsten Gebirgszug Madagaskars zu. Sofern wir zeitig ankommen machen wir einen Spaziergang zu einem natürlichen Schwimmbecken.
(F/M/A)
(etwa 54 km, davon 20 km Piste)

10. Tag: Andringitra Massiv und Gebirge

Heute unternehmen wir eine Wanderung mit Besteigung des ‚Chamäleon‘ Berges. Man könnten in dem Fels tatsächlich die Form eines Chamäleon erkenne. Nach Dörfern, Reisfeldern und Hügeln erreichen wir einige Waldstücke mit knorrigen Bäumen. Vielleicht sehen wir Lemuren. Das Gebirge mit seinen steilen Felswänden ist vulkanischen Ursprungs und wahrscheinlich sehr plötzlich entstanden. Es besteht aus stark zerklüftetem Granit. Die Höhe ist zwischen 650 und 2600 Meter. Andringitra erstreckt sich in einer Länge von 100 km.
(F/M/A)

11. Tag: Tsaranoro – Ranohira

Wir radeln zurück zur Asphaltstraße. Von hier geht es per Auto weiter nach Ankaramena, einer Ortschaft die für ihre vielen Mangos und Papaya bekannt ist. Dann kommen wir Berg Bischofsmütze vorbei durch die verschlafene Stadt Ihosy und weiter es auf das Horombe Plateau Richtung Ranohira. Hier ist das Zentrum der ethnischen Gruppe der Bara. Die Gegend ändert sich und wechselt vom typisch grünen Hochland zu dem trockenen, steppenhaften Süden. Um einen intensiveren Eindruck dieser Weite zu bekommen, radeln wir die letzten 60 Km zu unserem Hotel auf einer guten Teerstraße.
(F/M/A)
(ca. 80 km, davon 20 km Piste)

12. Tag: Rad fahren und wandern im Isalo Massiv und Region

Zuerst fahren wir auf einer Piste auf das Isalo Massiv zu. Nach einigen Kilometern kommen wir in den Ort Alt-Ranohira. Hier machen wir eine Pause um uns zugleich den Ort anzusehen. Die Bewohner sind meist Angehörige der ethnischen Gruppe der Bara. Für diese Gruppe ist der Besitz von Zebu Rindern das Wichtigste. Danach geht es auf einem Rundkurs weiter bis wir wieder in Ranohira sind. Von dort fahren wir weiter auf Teer bis zum Informationszentrum. Dort verschaffen wir uns einen Überblick über die Entstehung und Geschichte der Region. Anschließend unternehmen wir eine Wanderung. Das Isalo Massiv ist eine von Erosionen zu fantastischen und bizarren Felsformationen gestaltete Gebirgslandschaft mit Höhlen, tiefen Schluchten, Bächen und schönen Oasen. Ein spektakuläres erodiertes Sandsteingebirge und der Wasserspeicher der Gegend. Wir genießen die spektakulären Ausblicke auf die Region. Später haben wir in einem natürlichen Pool Gelegenheit zum Baden. Nach unserer Wanderung radeln wir zum Hotel zurück.
(F/M/A)
(etwa 40 km, davon 25 km Piste)

13. Tag: Ranohira – Toliara – Ifaty – Madiorano – Ambohimailaka

Wir fahren im Bus Richtung Toliara (Tuléar) auf, dem Ende der Nationalstraße 7. Unterwegs sehen wir eindrucksvolle Baobab, die wie wild verstreut in dieser Umgebung wirken. Wir halten auch an den Gräbern der Mahafaly und Antandroy. Die Gegend um Toliara ist das Heimatgebiet der ethnischen Gruppe der Vezo. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt durch die Fischerei. Nach dem Mittagessen geht es zur letzten Etappe wieder auf die Räder. Wir radeln nach Ifaty, Madiorano und Ambohimailaka, kleine Fischerdörfer. Hier lädt der warme indische Ozean zum Baden ein. Am Abend vergessen wir alle Strapazen und feiern den Abschluss unserer Radtour. Bei dieser Gelegenheit verabschiedet sich auch ihr Reiseleiter.
(F/M/A)
(etwa 38 km Piste)

14.-15. Tag: Ifaty-Madiorano-Ambohimailaka

Heute beginnt die Erholung. Die Küstenorte nördlich von Toliara sind ein Synonym für Entspannung und schöne Strände. Die Orte sind an der größten Lagune des Landes gelegen und von einem Korallenriff geschützt. Bei Wassertemperaturen um die 25° Celsius kann man prima schwimmen. Das vorgelagerte Korallenriff ist zum schnorcheln oder tauchen bestens geeignet. Der Süden Madagaskars mit seinen kargen Dornenwäldern und typischen Sukkulenten (Didieraceen und Pachypodien) ist trotz seiner Trockenheit eine der landschaftlich reizvollsten Gegenden des Landes.
(F)

16. Tag: Ifaty – Toliara – Antananarivo

Flug mit Air Madagascar MD von Toliara nach Antananarivo und weiter nach Europa.
Morgens Transfer zum Flugplatz von Toliara und nach einem Zwischenstopp in Antananarivo geht es weiter nach Europa. Hier endet unsre Tour am Flughafen.
(F)

Generelle Hinweise

Charakteristik

Eine mittlere Kondition ist für diese Reise erforderlich. Die Strecken bestehen zum wenigsten Teil aus asphaltierten Straßen und meistens aus befestigten Pisten. Je nachdem wie stark die Niederschläge waren variiert der Pistenzustand. Das Begleitfahrzeug ist immer in der Nähe.

Zur Reisezeit April/Mai herrscht meist trockenes Wetter mit angenehmen Temperaturen im Hochland zwischen ca. 18-25 °C und an der Küste zwischen 25-28 °C. Nachts kann es im Hochland kühl werden. Ein Pullover und Windjacke gehören auf alle Fälle ins Gepäck.

Radreise Madagaskar Individuell

Diese Reise kann auch als Individualtour ab 2 Personen zu ihrem Wunschtermin gebucht werden.

Allgemein

Vergessen Sie nicht: Sie sind im Urlaub. Wir sind flexibel in den Entfernungen und im Timing. Wenn Sie einige zusätzliche Kilometer fahren wollen haben Sie dazu natürlich die Möglichkeit. Wenn Sie denken dass, ein bisschen weniger in Ordnung ist steigen Sie ins Auto. Es ist meist in Ihrer Nähe.

Madagaskar ist ein Land der so genannten Dritten Welt und der Tourismus ist noch nicht voll entwickelt. Sie sollten auf Änderungen des Reiseverlaufs oder der Hotels bis zur letzten Minute vorbereitet sein. Durch Witterungseinflüsse (Regen oder Zyklone) können ganze Landstriche unter Wasser gesetzt oder Brücken zerstört werden. Flugzeuge fliegen, Züge fahren nicht immer pünktlich – manchmal überhaupt nicht. Der Standard von Straßen und Unterkünften ist nicht der gleiche wie in Europa.

Bitte bringen Sie einen Sinn für Abenteuer mit. Madagaskar ist ein Entwicklungsland und wir kommen in entlegene Gebiete, wo Hotels, Infrastruktur und Reisedienstleistungen oft noch einen Entwicklungsprozess durchmanchen. Bitte seien Sie bereit sich Ihre gewohnte Komfortzone zu verlassen. Entdecken Sie das echte Madagaskar aus der Nähe – das ist eine Herausforderung.

Die vorgesehenen Hotels und Lodges

Die Hotels sind je nach Ort und Begebenheit gehobene Mittelklassehotels, Boutique Hotels, gute 3-Sterne-Hotels oder komfortable Lodges mit besonderem Flair. Oder wir verzichten auf die Annehmlichkeiten der großen und edlen Hotels und wohnen in kleineren, einfacheren Hotels und Lodges, je nach Angebot und Verfügbarkeit. In abgelegenen Regionen steht Strom oft nur stundenweise zur Verfügung. Der Standard von Unterkünften ist nicht der gleiche wie in Europa.
Beispielhotels sind das Orchid Hotel (Antananarivo), Flower Palace (Antsirabe), Artisan (Ambositra), Lac Hotel (Sahambavy) oder das Tsara Camp (Tsaranoro).

Zusätzliche LeistungenPreis in €
Fahrrad-Miete190
ErmäßigungenPreis in €
Frühbucherrabatt 3% auf den Reisegrundpreis bei einer direkten Buchung bis zu 5 Monate vor Reisebeginn-64,50 €

BUCHEN / VORMERKEN