Iran – die umfassende Reise

Highlights

- Unsere umfassendste Studienreise durch den Iran, teils längere Fahrstrecken auf gut ausgebauten Straßen
- Eine dreiwöchige Rundreise durch den Iran mit allen Höhepunkten: Isfahan, Schiras, Persepolis, mit Abstechern zum Kaspischen Meer, in die Provinz Aserbaidschan und in die Oasenstadt Bam
- Mit insgesamt 14 UNESCO-Welterbestätten

Von der Thaddäuskirche im äußersten Westen bis zu den Dattelpalmen von Bam im Südosten, zwischen Kaspischem Meer und Persischem Golf: Das spannendste Land im Vorderen Orient breitet seine Arme aus. Erleben Sie auf dieser Studienreise den Iran in allen Facetten: die Schätze des alten Orient in Susa, die des alten Persien in Persepolis, ein Meer an Rosen in Schiras, orientalischen Zauber in Isfahan. Dass jedes Heiligtum für Sie offen und die iranischen Frauen selbstbewusst und aufgeschlossen sind, hätten Sie nicht vermutet? Vorurteile lassen Sie am besten zu Hause. Das sicherste Land der Region toleriert religiöse Minderheiten, charakteristisch sind Respekt und eine Willkommenskultur gegenüber Besuchern aus dem Westen.

Reiseverlauf

1. Tag: Willkommen im Iran!

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen. Vormittags Flug mit Iran Air von Wien oder nachmittags von Frankfurt nach Teheran, Ankunft spätnachmittags oder abends. Alternativ: nachmittags Flug mit Lufthansa von Frankfurt nach Teheran (Flugdauer jeweils ca. 5 Std.), Ankunft abends. Oder am Abend mit Turkish Airlines über Istanbul (ab Istanbul ca. 3 Std.), Ankunft nachts. Jeweils Transfer zum Hotel. Zwei Übernachtungen in Teheran.

2. Tag: Metropole Teheran

Spätes Frühstück, dann mit Ihrer Studiosus-Reiseleiterin auf Entdeckungstour durch Teheran. 15 Millionen Einwohner, moderne Wohn- und Geschäftshäuser ragen in den Himmel, auf mehrspurigen Straßen wälzt sich der Verkehr, das Kopftuch der Iranerinnen ist modisches Accessoire. Vorislamische und islamische Geschichte erleben wir im Nationalmuseum: von prähistorischen Steinwerkzeugen über 8000 Jahre alte Tierfiguren bis zu Kostbarkeiten islamischer Handwerkskunst. In der Nationalbank wecken die Kronjuwelen des Schahs Erinnerungen. Kalligrafie fasziniert Sie? Dann freuen Sie sich auf die Kaffeestunde mit einer Künstlerin. Sie beantwortet gern Ihre Fragen zur erstaunlich lebendigen Kunstszene in der Islamischen Republik.

3. Tag: Am Kaspischen Meer

Raus aus der Stadtluft. In Kaswin entführt uns das Mausoleum des Schazdeh Hossein in ein Märchen aus Spiegeln und Mosaiken. Dafür legt auch die Touristin ausnahmsweise den Tschador, den bodenlangen Schleier, an. Nach dem Besuch der Freitagsmoschee trennt uns noch eine kurvenreiche Fahrt durchs Elbursgebirge vom Kaspischen Meer. Und ein fast irreales Naturerlebnis: Wir lassen das trockene Kalksteingebirge hinter uns und tauchen ein in grüne, subtropische Waldlandschaft auf der Regenseite des Gebirges. Wir übernachten in der Hafenstadt Bandar Ansali. 380 km.

4. Tag: Reisfelder und Küstenwälder

Keine Fata Morgana: Reisfelder, Kiwiplantagen und Küstenwälder säumen die Fahrt. An der Seeseite begrünen auch noch Wiesen und Mischwälder das Taleschgebirge. In Ardebil dann ein kleiner Vorgeschmack auf Isfahans Pracht, die uns gegen Ende der Reise erwartet: das Grab von Scheich Safi ad-Din (UNESCO-Welterbe). 420 km. Zwei Übernachtungen in Täbris.

5. Tag: Die Thaddäuskirche

An graubraunen Bergketten liegen einsame Lehmdörfer vor grünen Flussoasen mit Obstplantagen. Auf der Fahrt durch die Provinz Aserbaidschan haben wir Zeit genug, uns mit der Geschichte des Apostels Thaddäus auseinanderzusetzen. Denn Höhepunkt des Tages ist die nach ihm benannte Kirche (UNESCO-Welterbe), in der die Toleranz des schiitischen Gottesstaats gegenüber der armenischen Minderheit gelebt wird. (1) Keine Schwarzmalerei betreibt Ihre Reiseleiterin, wenn sie erzählt, warum die weiße Kirche als "schwarz" bezeichnet wird. 440 km.
Einfach mal ausscheren? Studiosus hat auch im Iran immer wieder alternative Programmpunkte parat. Beispielsweise könnten Sie heute statt zur Thaddäuskirche ins nähere Kandowan fahren. Stolpern Sie nicht, das Dorf hat nämlich eine originelle Struktur: Man lebt in Tuffsteinfelsen. Sogar ein extravagantes Hotel wurde in die Steintürme gebaut. Die Reiseleiterin kümmert sich um Ihr Taxi und verhandelt den Preis.

6. Tag: Provinzhauptstadt Täbris

Im Aserbaidschan-Museum liegt jahrtausendealte Kultur vor uns: archäologische Schätze aus der Region, Münzfunde aus verschiedenen Epochen, feinstes Kunsthandwerk. Von der einstigen Macht der Stadt zeugt die Blaue Moschee, wenn auch ein Erdbeben sie stark beschädigt hat. Im Anschluss lassen wir uns im Basar (UNESCO-Welterbe) einfach treiben, dem Supermarkt von Täbris: Lastenträger laufen durchs mittelalterliche Gewölbe, Türkisch ist eine Art Amtssprache, und vom Perserteppich bis zum Schnürsenkel kann man alles kaufen. Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg nach Süden und besuchen die Grabtürme in Maragheh. 160 km.

7. Tag: Tacht-e Suleiman – im Bann des Feuertempels

Vor uns eine Mondlandschaft: Die graubraune Steinwüste in einem vulkanaktiven Tal entpuppt sich als Ausgrabung von Tacht-e Suleiman (UNESCO-Welterbe). Wir spüren am Fundament des Feuertempels die Aura des Heiligtums, während die Reiseleiterin von den magischen Sinterquellen erzählt. Wenn noch Zeit ist, besuchen wir ein Kurdendorf und freuen uns darüber, dass wir offensichtlich begehrte Fotomodels fürs Familienalbum sind. 560 km. Übernachtung in Hamadan.

8. Tag: Am Berg der Götter

In Hamadan besuchen wir den steinernen Löwen von Alexander dem Großen und das Mausoleum des legendären Mediziners Ibn Sina, alias Avicenna, den Sie vielleicht aus dem Film "Der Medicus" kennen. Danach konzentrieren wir uns auf die Berge. Im Alwandgebirge entschlüsselt Ihnen Ihre Reiseleiterin die Keilschriftzeichen im Felsen. Kurz vor Bisotun sehen wir an der Felswand das Relief des Großkönigs Dareios (UNESCO-Welterbe) am Berg der Götter. Kurz danach in Kermanschah: Kampf- und Jagdszenen in Stein gemeißelt auf den Felsengräbern von Tagh-e Bostan. 180 km.

9. Tag: Durchs wilde Luristan

Traumstraßen durch Luristan, vielleicht der landschaftliche Höhepunkt der Reise. Die Viertausender tragen im Frühjahr weiße Kappen, auf den saftigen Bergwiesen davor möchte man Ziege sein. Je näher wir der Flussebene des Zweistromlandes kommen, desto wärmer wird es, sogar Dattelpalmen fühlen sich hier wohl. An den Wassermühlen von Schuschtar (UNESCO-Welterbe) bekommen wir erste Einblicke ins antike Wassermanagement, das Hochkulturen hervorbrachte. 560 km. Zwei Übernachtungen in Ahwas.

10. Tag: Im Reich der Elamer

Majestätische Runde: In der ehemaligen Königsresidenz Susa (UNESCO-Welterbe) laufen wir über 2500 Jahre alte Keramikplatten und würden auf der Akropolis, in der Königsstadt und im Künstlerviertel gern die Zeit zurückdrehen. (1) In den Ruinen von Haft Tepe werfen wir einen Blick in die elamischen Königsgrüfte. Welch geheimnisvollen Rituale mögen die Elamer im 2. Jahrtausend v. Chr. hier abgehalten haben, fragen wir uns an der Stufenpyramide im Tempelbezirk von Tschoga-Sambil (UNESCO-Welterbe).
Interesse an lebendiger Volksfrömmigkeit? Dann lassen Sie Susa aus und mischen Sie sich am Danielsgrab unter die Pilger! Für Frauen liegt am Eingang zu Kuppelraum, Krypta und Innenhof ein Tschador bereit. Ihre Gruppe treffen Sie am Bus wieder.

11. Tag: Das "schwarze Gold"

In den Ölfeldern der Provinz Khusistan wird das "schwarze Gold" gefördert. Und wir stellen uns die Frage: Warum braucht einer der größten Ölproduzenten der Welt Atomkraftwerke? Ihre Reiseleiterin weiß mehr zu diesem Thema. Dann wird es geologisch spannend: Das Zagrosgebirge faltet sich hoch in den Himmel und versinkt in tiefen Schluchten. Bei Bischapur begeistern uns die Reliefs, die die einstigen Herrscher feiern, und die Ruinen der Sassanidenstadt: ein verfallener Palast und der rätselhafte Anahita-Tempel. 580 km. Drei Übernachtungen in Schiras.

12. Tag: Schiras – Stadt der Poesie

Durchschnaufen und die mediterrane Stimmung genießen: Schiras ist die Stadt der persischen Paradiesgärten (UNESCO-Welterbe), der Verliebten und der Poeten. Bis in die bunt verzierte Nasir-al-Molk-Moschee begegnen wir der Liebe zur Natur in Form von floralen Mustern. Auch die Lyrik schlug im milden Klima Wurzeln. An den Gartengräbern der Dichter Saadi und Hafis blüht Ihre Reiseleiterin auf: Persische Poesie aus ihrem Mund klingt wundervoll weich und hingebungsvoll. (1) Im Altstadtbasar dagegen hören wir die lauten Rufe der Händler, die ihre Waren anpreisen.
Baukunst statt Blütenpracht? Dann machen Sie doch heute einen Tagesausflug zum Palast von Firusabad, einer sassanidischen Residenzstadt! Allein die zerklüfteten Erosionslandschaften des südlichen Zagrosgebirge sind die Fahrt wert.

13. Tag: Persepolis

Ein Höhepunkt der Reise: die Ausgrabungen von Persepolis (UNESCO-Welterbe). Am Tor aller Länder erinnern wir uns an die Toleranz der Perser gegenüber dem Glauben und der Kultur unterworfener Völker. Homakapitell, 100-Säulen-Saal und Apadana-Palast zeugen von früheren Glanzzeiten. Weitere archäologische Prunkstücke im Anschluss: die königlichen Felsengräber in Nagsch-e Rustam und das Grabmal des Reichsgründers Kyros in Pasargadae (UNESCO-Welterbe). 270 km. Auch das Abendessen in Eigenregie wird unvergesslich: Ihre Reiseleiterin kennt die besten Restaurants in Schiras. Vielleicht Lari-Kebab? Der in Joghurt und Gewürzen marinierte Lammspieß ist eine lokale Spezialität.

14. Tag: Die Geheimnisse von Sarvestan

Die Ruinen von Sarvestan geben uns Rätsel auf: zoroastrischer Feuertempel? Jagdpalast eines Sassanidenherrschers? Kuppelbau aus frühislamischer Zeit? Kontrastreich geht es weiter: Zwischen kargen Salzpfannen lassen uns Feigen-, Oliven- und Mandelplantagen das Wasser im Mund zusammenlaufen, zum letzten Mal bäumt sich das Zagrosgebirge auf, dann sind wir am Rande der Großen Salzwüste. 550 km. Zwei Übernachtungen in Kerman.

15. Tag: Auf alten Handelswegen nach Bam

Eine leuchtend blaue Kuppel weist uns den Weg zum Grabmal eines Heiligen in Mahan. Innen gesellen wir uns zu den Pilgern. Sinnestaumel im Anschluss: der Prinzengarten von Mahan (UNESCO-Welterbe), wo man sich zwischen Wasserspielen, Früchten und Vögeln einfach paradiesisch fühlt. Dann die Oase von Bam, von mehreren Erdbeben gebeutelt. Und dennoch ist die Lehmstadt inmitten eines Waldes aus Dattelpalmen eine Augenweide. 390 km.

16. Tag: Karawansereien und Oasen

Einblicke ins Alltagsleben von Kerman: in der Freitagsmoschee, im großen Basar und sehr originell im ethnografischen Museum im alten Hamam, wo Wachspuppen das Leben im 17. Jahrhundert darstellen. Während wir an Karawansereien und Oasendörfern vorbeifahren, knacken wir einige der berühmten Pistazien dieser Region, die nicht nur als Exportgut in alle Welt spitze sind. 390 km. Zwei Übernachtungen in Yasd.

17. Tag: Die Türme des Schweigens in Yasd

Yasd ist ein Zentrum der Zoroastrier, jener altpersischen Religion, die auf Zarathustra zurückgeht. Neugierig ziehen wir von den Türmen des Schweigens zu den heiligen Flammen im Feuertempel. Tief drinnen in der Altstadt stoßen wir auf kluge Ideen, der Hitze zu trotzen: übertunnelte enge Gassen, Windtürme zur Kühlung der Häuser, Zisternen zur Wasserversorgung. Ein weiterer Höhepunkt: die Freitagsmoschee von Yasd. Schon das Doppelminarett-Portal lässt den Kopf für Minuten in den Nacken fallen. Den Nachmittag gestalten Sie, wie Sie möchten.

18. Tag: Lehmstadt Meybod

Meybods Karawanserei präsentiert uns kunstvoll verzierte Keramik. Danach säumen verfallene Lehmziegelbauten, Zisternen und das alte Eishaus unseren Weg zur Lehmziegelzitadelle. Sie kennen die seidigen Nain-Teppiche? Wir knüpfen Kontakt mit ihrer gleichnamigen Heimatstadt, tauchen dort in den unterirdischen Gebetsraum der Freitagsmoschee ein und im Museum ins Leben der einstigen Oberschicht. 330 km. Drei Übernachtungen in Isfahan.

19. Tag: Gesamtkunstwerk Isfahan

Wir puzzeln uns durchs märchenhafte Isfahan. Im 40-Säulen-Palast zählen wir die Säulen genau nach und können uns an üppig dekorierten Sälen kaum sattsehen. Danach steigen wir hinauf zum Ali-Kapu-Palast. Zu unseren Füßen liegen der riesige Platz Meidan-e Imam (UNESCO-Welterbe), flankiert von den Juwelen iranischer Architektur: der Lotfollah-Moschee und der Imam-Moschee. Nach dem Besuch der Vank-Kathedrale und ihres Museums im armenischen Viertel wissen wir mehr über die Rolle der Christen im schiitischen Iran . In einem Feuertempel können wir uns mit einem zoroastrischen Priester unterhalten, er beantwortet gerne Ihre Fragen. Abendessen in Eigenregie - Ihre Reiseleiterin weiß, wo es Hühnchen in Granatapfel-Walnuss-Sauce gibt!

20. Tag: Isfahan - gemeinsam und individuell

Fesselnde Eindrücke am Vormittag: die riesige Freitagsmoschee der Seldschuken (UNESCO-Welterbe). Nachmittags spielen Sie Ihren eigenen Reiseführer. Vielleicht ein Teehaus besuchen, eine Wasserpfeife rauchen und Einheimische kennenlernen? Oder in einer Emaillierwerkstatt den Künstlern zusehen? Beim Abendessen in einem Spezialitätenrestaurant haben wir viel Gesprächsstoff.

21. Tag: In Kaschan

Die Kaufmannsfamilie Borudscherdi lebte luxuriös, wie wir in der Karawanenstadt Kaschan entdecken. Ihre herrschaftliche Lehmziegelresidenz aus dem 19. Jahrhundert ist gut ausgestattet mit Windtürmen, Lichtkuppeln, Stuckarbeiten und Wandmalereien. Während der Weiterfahrt nach Teheran lassen wir die Stadt Ghom links liegen, nehmen sie aber zum Anlass, um über ihren berühmtesten Sohn, Ayatollah Khomeini, zu diskutieren. Nachmittags Ankunft in Teheran. 390 km.

22. Tag: Rückflug von Teheran

Nachts Rückflug mit Lufthansa nonstop nach Frankfurt, Ankunft morgens und Anschluss zu den anderen Städten. Oder morgens Rückflug mit Turkish Airlines über Istanbul (Umsteigezeit ca. 2 Std.), Ankunft mittags; oder mit Iran Air nonstop nach Frankfurt oder Wien, Ankunft jeweils vormittags.

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den Abreisetermin vom 16.09.2017 zum 07.10.2017. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Generelle Hinweise

Reisepapiere und Impfungen:

Das Visum für den Iran beantragt der Veranstalter (Frist 6 Wochen). Kurzfristiges Visum bei Einreise möglich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Alleinreisende

Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Wichtiger Hinweis

Es besteht ein Absagevorbehalt bei Nichterreichen der jeweiligen Mindestteilnehmerzahl bis zum 21. Tag vor Reisebeginn.

Einreisebestimmungen

Für die Einreise in den Iran benötigen Deutsche, Österreicher und Schweizer ein Visum.

Einreise von deutsch-iranischen Doppelstaatern

Iranische Behörden behandeln Personen, die sowohl die deutsche wie auch die iranische Staatsangehörigkeit besitzen (sog. Doppelstaater), beim Aufenthalt im Iran ausschließlich als iranische Staatsangehörige. Dies bedeutet, dass diese Personen nur mit einem iranischen Reisepass, der bei Wohnsitz in Deutschland bei der zuständigen iranischen Auslandsvertretung zu beantragen ist, nach Iran ein- und wieder ausreisen können. Es gelten zusätzliche Besonderheiten. Bitte lassen Sie sich vor Reiseantritt unbedingt durch das Iranische Konsulat und / oder das Auswärtige Amt beraten.

Hinweise für deutsche Ehefrauen iranischer Staatsangehöriger sowie Kinder mit iranischen Vätern

Für deutsche Ehefrauen iranischer Staatsangehöriger sowie Kinder mit iranischen Vätern gelten besondere Vorschriften. Wir bitten Sie, sich bei der zuständigen Botschaft zu erkundigen.

Wichtige Information

Wir möchten Sie darüber informieren, dass wenn Sie den Iran besucht haben und somit ein iranisches Visum in Ihrem Pass vorhanden ist, sie von der ESTA- Registrierung für die USA ausgeschlossen sind.

Wenn Sie den Iran seit 2011 bereist haben oder Doppelstaater sind und in die USA einreisen möchten, wenden Sie sich bitte dringend an die zuständige US-amerikanische Auslandsvertretung Ihres Landes, um ein Visum für die USA zu beantragen.

Visaselbstbesorgung

Visaselbstbesorgung ist kompliziert und wird nicht empfohlen. Bitte beachten Sie, dass Vorverlängerungen im Iran in Eigenregie aufgrund der Visabeantragung nicht möglich sind.

Nachverlängerungen in Eigenregie sind möglich, jedoch behält es sich die iranische Botschaft vor, das Visum nicht zu erteilen. Dies erfährt man in der Regel jedoch erst kurz vor Abreise, wenn man den Pass von der Botschaft zurück erhält. Wir möchten Sie darüber informieren, dass die Visaerteilung durch die iranische Botschaft in der Regel erst kurz vor Reisebeginn vorgenommen wird.

Sollten Sie Ihr Visum trotzdem selbst besorgen wollen, können wir für Sie in der Regel eine Referenznummer für den Iran beantragen, die Sie für die Erteilung benötigen. Bitte beachten Sie, dass uns die Fragebögen sowie gut lesbare und farbige Passkopien bis 6 Wochen vor Reisebeginn vorliegen müssen. Zusätzlich benötigen wir die Information bei welcher Botschaft Sie das Visum beantragen werden.

Sicherheit

Der Iran ist ein verhältnismäßig sicheres Reiseland. Unter dem seit 2013 amtierenden Staatspräsidenten Hassan Rohani haben sich sowohl die innenpolitische Lage als auch die außenpolitischen Beziehungen zum Westen deutlich verbessert. Ein Wiederaufflammen der Protestbewegung und neue Demonstrationen sind - insbesondere in der Hauptstadt Teheran - dennoch nicht gänzlich auszuschließen. In den letzten Jahren kam es vor allem in westlichen Provinzen mit ethnischen und religiösen Minderheiten wie Kurdistan, West-Aserbaidschan und Kermanschah zu vereinzelten bewaffneten Angriffen und Anschlägen auf staatliche und religiöse Einrichtungen. Sie richteten sich bisher nie gegen Touristen oder touristische Einrichtungen. In jedem Fall vermeiden wir auf unseren Reisen alle Gebiete, in denen auch nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht. Dies gilt vor allem für die östliche Provinz Sistan-Balutschistan, für Teile der Provinz West-Aserbaidschan sowie für die Grenzgebiete zum Irak, zu Pakistan und zu Afghanistan. Von politischen Menschenansammlungen und Protestkundgebungen halten wir uns weiträumig fern.

BUCHEN / VORMERKEN