Marokko - Begegnung und Wandern in Marokkos Süden

Trekking im Wüstengebirge Antiatlas - das andere Marokko

Highlights

* 4-tägiges Trekking durch den Antiatlas (5 - 7 Std. täglich)
* 6-stündige Besteigung des Djebel Aklim (2.531 m)
* Kaum bekanntes Marokko - Intensität des Südens entdecken
* Tal der Ammeln: Palmen, rosa Granitfelsen und tiefrote Dörfer
* Marokko auf Augenhöhe - Wandern, Besichtigen, Begegnen!
* Tafraoute und Taroudant - stimmungsvolle Städte
* Berber-Dörfer, fruchtbare Oasen und traditionelle Speicherburgen

Der Antiatlas unterscheidet sich landschaftlich und kulturell von anderen Regionen Marokkos. Afrikanisch anmutende Wüstenberge und formschöne Granitfelsen prägen die Region. Warme Erdfarben von Rosa bis Braun und Ocker strahlen im Licht des Südens. In den Oasen wachsen grüne Palmen und fruchtbare Terrassengärten werden sorgfältig gepflegt. Marokkos Süden hat einen ganz besonderen Charme. Ein Sahnehäubchen für Fotografen und Liebhaber ausgefallener Landschaften.
Vier Tage wandern Sie durch kleine Weiler und Oasen, über leichte Bergpässe und zum Gipfel des Djebel Aklim (2.531 m). Bis zum Hohen Atlas und der Sahara reicht Ihr Blick! Zum Abschluss besuchen Sie Taroudant. Mit seiner Medina und dem orientalischen Flair trägt es den Beinamen „Marrakech en miniature".

Reiseverlauf

1. Tag: Flug nach Agadir, Fahrt ins Ait Baha Tal

Nachmittags Linienflug mit Royal Air Maroc von Frankfurt nach Casablanca und weiter nach Agadir. Ankunft in Agadir und Transfer zu einem einfachen Hotel im Tal von Ait Baha.
Hotel Adarissa (oder ähnlich)

2. Tag: Fahrt in den Antiatlas und das Tal der Ammeln

Morgens fahren wir durch das Tal von Ait Baha, eine wildromantische Fels- und Hügellandschaft im Südlichen Atlas. Das auch Antiatlas genannte Gebirge ist eines der ältesten der Welt. Hier leben die Chleuh-Berber, die seit jeher für den Handel mit edlen Gewürzen bekannt sind. Ihre Speicherburgen (Agadire) auf den Bergen werden wir unterwegs immer wieder sehen. Wir wandern vorbei an traditionellen Dörfern, die am Hang zu kleben scheinen, und erreichen die Kasbah Oumesnat. In einem traditionellen Lehmhaus erfahren wir Näheres über das Leben der Ammeln, die zum Volksstamm der Chleuh-Berber gehören. Nach marokkanischer Tradition wird uns ein duftender thé à la menthe, der süße Minzetee, angeboten. Auf der aussichtsreichen Dachterrasse unserer Gastgeber genießen wir ein von den Frauen des Hauses gekochtes Mittagessen und gleichzeitig einen wunderbaren Blick auf eines der schönsten und autenthischsten Dörfer des Antiatlas.
Wir befinden uns im Tal der Ammeln und besuchen das traditionelle Dorf Adai, das unterhalb tiefroter Granitfelsen am Hang gebaut ist. Typisch ist hier die teils spärliche Gebirgsvegetation – Farbe und Form bieten die abwechslungsreiche Granitlandschaft und die grünen Oasen mit Palmen und Mandelbäumen, die im Frühjahr in voller Blüte stehen. Eine Besonderheit ist das charakteristische Licht des Südens, das der Landschaft, vor allem gegen Abend, eine intensive Färbung gibt. Wir erreichen Tafraoute, dessen Häuser in den Farben Rosa, Ocker, Rot und Orange getüncht sind. Auffällig ist hier die Tracht der Frauen. Im Vergleich zum restlichen Marokko sind die Gewänder eher schlicht und wirken dennoch sehr elegant. Jung und alt trägt die Tracht mit großem Stolz.
Gehzeit: ca. 1 Std.
Hotel Les Amandiers Tafraoute (oder ähnlich) (FMA)

3. Tag: Bergsicht, Berber-Dörfer und Speicherburgen

Wir überqueren im Bus den 1.500 m hohen Pass Tizi n 'Tarakitine und genießen die schöne Aussicht über die Vorwüstenlandschaft und die Südhänge des Antiatlas. Die Hauptstraße verlassen wir bald, passieren eine holprige Strecke und erreichen zu Fuß das malerische Agadir Tasguent. Die gut erhaltene Speicherburg birgt über 200 Speicherräume, die bienenwabenartig übereinander gebaut sind und noch immer genutzt werden. Bei einer Berber-Familie im Dorf sind wir zu Gast zum Mittagessen.
Wir beginnen unser Trekking in einem kleinen Dorf, laden unser Gepäck sowie die Küchen- und Zeltausrüstung auf das Begleitfahrzeug, und wandern ca. 2,5 Stunden zu unserem ersten Zeltlager.
↑ 200 Hm
↓ 150 Hm
Gehzeit: ca. 2,5 Std.
Zelt (FMA)

4. Tag: Jebel Aklim - aussichtsreicher Gipfel im Wüstengebirge

Wir wandern mit Blick auf die Bergketten des Antiatlas Richtung Jebel Aklim. Der 2.531 m hohe Gipfel zählt zu den höchsten Bergen des Antiatlas. Dank seiner idealen Lage lässt sich von diesem Berg aus eine tolle Fernsicht genießen, der Blick reicht bis zur Sahara und zu den Bergspitzen des Hohen Atlas. Kurz vor dem Gipfel erreichen wir ein Hochplateau und wandern weiterhin über Geröllwege hinauf, bis sich uns schließlich eine herrliche Rundsicht bietet. Wir steigen ab zu unserem Camp bei Tagragra (1.850 m).
↑ 850 Hm
↓ 750 Hm
Gehzeit: ca. 6 bis 7 Std.
Zelt (FMA)

5. Tag: Abgelegene Dörfer - Trekkers Glück

Wir verlassen Tagragra und setzen unser Trekking durch abgelegene Dörfer, durch Olivenhaine und Getreidefelder fort. Unser Camp erreichen wir heute nach längeren Abstiegen beim Dorf Irtem, das sich wie ein belebter grüner Fleck von der bizarren, rötlichen Berglandschaft abhebt. Getreidefelder – im Frühling üppig grün, im Spätsommer goldgelb leuchtend - wechseln sich ab mit Olivenbäumen. Im Ort gibt es heute noch eine traditionelle Olivenmühle.
↑ 200 Hm
↓ 900 Hm
Gehzeit: ca. 5 bis 5,5 Std.
Zelt (FMA)

6. Tag: Oasen und ein überdimensionaler „Tajine-Topf"

Die nächste, sehr fruchtbare Oase ist M 'dint Oummouch. Sie gleicht einer typisch orientalischen Wüstenoase: Vor einer ockerfarbenen Felswand stehen schlanke, hohe Palmen und die würfelförmigen Lehm- und Steinbauten fügen sich harmonisch in die Landschaft. Hier wachsen auch Argan-Bäume, die nur in Marokko vorkommen. Aus ihren Früchten wird in mühsamer Kleinarbeit ein sehr wertvolles Öl gewonnen, das für die Zubereitung von Speisen und für Kosmetik verwendet wird.
An ein typisch marokkanisches Kochgefäß aus Lehm, den Tajine-Topf, erinnert die Form des Adrar Kims, eines Berges, der sich in der Nähe erhebt. Nachdem wir heute drei kleinere Pässe überquert haben, errichten wir nachmittags unser Camp unweit eines Bergdorfes.
↑ 700 Hm
↓ 600 Hm
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Zelt (FMA)

7. Tag: Antiatlas intensiv und Fahrt nach Taroudant

Über Pässe und Täler wandern wir durch die für den Antiatlas charakteristische Landschaft mit felsigen Wüstengebieten, Dattelpalmen, Plateaubergen und weiten Tälern. Noch einmal bieten sich uns großartige Aussichten auf die Jebel-Aklim-Kette. Wir erreichen das Dorf Anammer, eine Ansammlung rosa bemalter Häuser; selbst das viereckige Minarett der Moschee ist rosafarben, die Ränder sind weiß. Im Gegensatz zu Nordmarokko, wo die Dörfer in kühlem Blau oder Weiß gehalten sind, charakterisieren warme Erdfarben die Dörfer im Süden Marokkos.
Anschließend fahren wir nach Taroudant, wo wir ein gutes Hotel in einem ehemaligen Pascha-Palast beziehen. Sein Eingang liegt integriert in der alten Stadtmauer und eröffnet uns einen wunderschönen Innenhof mit Swimming Pool und tropischem Garten, in dem die Vögel zwitschern. Die Mosaik-Kacheln und das maurisch-arabische Dekor vermitteln hier ein Stück marokkanische Lebensart. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung und Erholung. Durch die ideale Lage des Hotels haben wir die Möglichkeit, bereits heute auf eigene Faust durch die Altstadt zu spazieren.
↑ 550 Hm
↓ 200 Hm
Gehzeit: ca. 5 bis 5,5 Std.
Hotel Palais Salam (oder ähnlich) (FMA)

8. Tag: Besichtigung der Medina von Taroudant und Fahrt nach Agadir

Wir besichtigen mit einem Stadtführer die verwinkelte Altstadt, ein ehemaliges Handelszentrums für Karawanen. Imposant ist die noch vollständig von einer zinnengekrönten, bis zu acht Meter hohen Stadtmauer umgebene mittelalterliche Stadt. Sie wird gerne als „Marrakech en miniature" bezeichnet. Die verwinkelten Gassen und der Basar mit seinem orientalischen Flair ist in der Tat sehr sehenswert, wird aber wesentlich seltener besucht als Marrakech. Zum Ausklang bietet es sich an, in einem Straßencafé auf dem belebten Place el Alouine bei einem Thé à la Menthe das bunte Treiben zu verfolgen. Auch hier ist es noch Tradition, dass Geschichten-Erzähler die Zuschauer mit Märchen aus 1001 Nacht bannen oder kundige Kräuter-Heiler ihre Waren anbieten. Nach dem Mittagessen bleibt uns Zeit, noch ein wenig durch die Medina zu gehen. Am späten Nachmittag Fahrt nach Agadir und Übernachtung im Hotel.
Hotel Argana Agadir (oder ähnlich) (FMA)

9. Tag: Heimreise

Unser Bus bringt uns frühmorgens zum Flughafen für den Heimflug über Casablanca nach Frankfurt. Ankunft nachmittags. Alternativ besteht die Möglichkeit in Agadir zu verlängern.
(F)

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Wandern auf Pfaden durch Dörfer und auf Geröllwegen. Gute Kondition erforderlich. Marokko auf Augenhöhe – wandern, besichtigen, begegnen!
Für die durchschnittlich 5- bis 7-stündigen Wanderetappen müssen Sie über gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit verfügen (gemeint ist sicheres Gehen in unterschiedlich beschaffenem Gelände). Die Wege führen oft über Geröll oder Fels, manchmal handelt es sich um Verbindungspfade der Dorfbevölkerung. Ab und zu geht es über weglose Passagen in offenem Berggelände. Während des Trekkings tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Notwendigsten für unterwegs (Pullover/Fleece, Windschutz, Fotoausrüstung, Trinkflasche etc.). Den Transport des Hauptgepäcks sowie der gesamten Küchen- und Zeltausrüstung übernimmt ein Begleitfahrzeug. Ein Koch sorgt während des Trekkings für Ihr Wohl und ein angenehmes Lagerleben. Trotzdem bitten wir Sie, während des Zeltens aktiv und kameradschaftlich mitzuhelfen (insbesondere beim Auf- und Abbau der Zelte). Teamgeist trägt wesentlich zum Gelingen dieser Reise bei.
Beim Trekking bereitet Ihr Koch die Mahlzeiten zu: Während der Mittagsrast picknicken Sie in der Natur; meist wird eine bunte Salatplatte mit Brot sowie Käse oder Fisch aus der Dose gereicht. Morgens steht Brot, Käse, Marmelade und Margarine sowie Tee und Kaffee zur Verfügung. Abends gibt es eine warme Mahlzeit mit Suppe und einem Hauptgericht, das abwechselnd aus den Nationalgerichten Tajine und Couscous oder aus Nudeln mit Beilagen besteht. Zum Abschluss gibt es meist einen Nachtisch und Pfefferminztee. Vor Beginn des Trekkings können Sie als Gruppe einen Vorrat an Mineralwasser einkaufen.
Während des Trekkings schlafen Sie in Zwei-Personen-Zelten mit Schaumstoffmatten. Ein Toilettenzelt wird aufgebaut und steht bis morgens zur Verfügung. Für die Mahlzeiten wird ein Messezelt, ähnlich einem Nomadenzelt, aufgebaut. Die Speisen werden – wie im Orient üblich – am Boden auf Schaumstoffmatten (= Schlafmatten) sitzend eingenommen. Hocker oder Klapptische, wie sie z. B. in Nepal üblich sind, werden nicht mitgeführt.

Wichtige Hinweise

Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.
Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes. Wir bitten um Beachtung: www.auswaertiges-amt.de oder Bürgerservice Tel.-Nr. +49 30 18172000.

Klima

Die bereiste Region unterliegt den Einflüssen des gemäßigten Wüstenklimas mit hohen Tagestemperaturen und teils unter den Gefrierpunkt sinkenden Nachtwerten sowie sehr geringen Niederschlägen. Im Gebirge ist es zu den ausgeschriebenen Reiseterminen tagsüber warm (durchschnittlich zwischen 17° und 25°C im Februar/März/November und 25 - 30°C im Oktober/April). Abends kühlt es deutlich ab. Im Februar/März blühen im südlichen Marokko die Mandelbäume, im Spätsommer wird die Ernte eingebracht. Klimabedingt ist die Periode von Oktober bis Anfang Dezember und Februar bis März/April ideal als Reisezeit für diese Tour.

Anreise

Flug ab/bis Berlin auf Anfrage möglich und abhängig von Verfügbarkeit.

Treffpunkt

Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz genügt für die Einreise nach Marokko der gültige Reisepass. Er muss bei Ankunft im Reiseland noch mindestens 6 Monate gültig sein. Staatsbürger anderer Länder bitten wir, sich direkt mit der jeweiligen für sie zuständigen Vertretung in Verbindung zu setzen.

Tipp: Kopieren Sie vor Abreise Ihren Reisepass und Ihr Flugticket. Im Verlustfall erleichtert dies die Neubeschaffung. Bewahren Sie die Kopien getrennt von den Originaldokumenten und Ihren Wertgegenständen auf.

Oder Schicken Sie sich Alternativ Kopien Ihrer wichtigsten Dokumente als pdf-Datei an die eigene Mailadresse. Das kann bei Verlust unter Umständen die Beschaffung von Ersatzpapieren sehr erleichtern.

Anreise

Es sind keine Impfungen vorgeschrieben, empfohlen wird Impfschutz gegen:
Tetanus, Diphtherie, Typhus, Polio und Hepatitis A. Ausführliche Informationen und ggf. eine persönliche Beratung erhalten Sie unter www.crm.de.

Eine Bitte: Stellen Sie sich eine Reiseapotheke zusammen, die Ihren individuellen Bedürfnissen angepasst ist. Denken Sie an Arzneimittel gegen Durchfallerkrankungen, Schmerzen, Erkältungskrankheiten sowie Verbandsmaterial und Pflaster. Ihre Reiseleitung ist mit einer Apotheke ausgestattet. Diese ist jedoch ausschließlich für den Notfall bestimmt.

Zusätzliche LeistungenPreis in €
Einzelzimmerzuschlag inkl. Einzelzeltzuschlag90,-

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