Armenien - Georgien - Zwischen Ararat und Kaukasus

Highlights

-Studienreise nach Armenien und Georgien mit Wanderungen
-Großartige Landschaftserlebnisse zwischen Seen, Steppenlandschaften und Großem Kaukasus
-Meist leichte und mittlere Wanderungen, vier anspruchsvollere Touren
-Besuch vieler UNESCO-Kulturerbestätten

Armenien und Georgien - das sind 3000 Jahre Geschichte und eine Landschaft voller faszinierender Kontraste, die wir uns auf und ab erwandern. Spannend, manchmal auch spannungsgeladen, ist aber auch das aktuelle Geschehen in den Ländern. Entdecken Sie mit uns auf aussichtsreichen Wegen alle Facetten der zwei Schönheiten diesseits der kaukasischen Riesen. Schlemmen Sie herrlich deftige Spezialitäten und plaudern Sie mit Familien über das Leben in den beiden Ländern! Der türkisblaue Sewansee, der heilige Berg Ararat und die schneebedeckten Gipfel des Kaukasus bilden grandiose Kulissen für unsere Wanderungen.

Reiseverlauf

1. Tag: Auf nach Armenien!

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen und kurzer Flug nach Warschau oder Wien. Am späten Abend weiter mit LOT oder Austrian nach Eriwan (Flugdauer jeweils ca. 3,5 Std.). Nachts kommen Sie in der armenischen Hauptstadt an, wo Sie ein Mitarbeiter unserer Agentur in Empfang nimmt. Im Hotel beziehen Sie gleich Ihr Zimmer. Vier Übernachtungen in Eriwan.

2. Tag: Willkommen in Eriwan!

Wir schlafen aus und gehen mittags frisch und ausgeruht auf Stadtrundfahrt. Unterwegs gibt Ihr Studiosus-Reiseleiter erste Einblicke in die wechselvolle armenische Geschichte und zeigt Ihnen, wie bunt es in Armeniens Hauptstadt zugeht. Händler bieten Kräuter, Obst und Gewürze an, rosafarbene Häuser und altsowjetische Bauten beeindrucken uns rund um den Platz der Republik. Dann suchen wir das Genozid-Mahnmal auf. Hier gedenken die Armenier ihrer Toten aus dem Völkermord von 1915/16 - und die Türkei hört weg. (1)Heute und morgen Abend lassen wir uns in einem traditionellen Restaurant armenische Spezialitäten servieren: Lavasch, Schaschlik und Tolma - Sie werden es mögen!
Möchten Sie eigene Wege gehen? Studiosus hat immer wieder Alternativen zum Programm vorbereitet. Statt Ihrem Reiseleiter zum Genozid-Mahnmal zu folgen, wollen Sie individuell tiefer ins Hauptstadtleben eintauchen? Wie wäre es mit einem Besuch im Süßigkeitentempel Grand Candy? Wie Armeniens Künstler ihr Land sehen, können Sie danach im Armenian Center for Contemporary Experimental Art betrachten.

3. Tag: Der Vatikan Armeniens

Willkommen in Etschmiadsin (UNESCO-Welterbe)! Fast jeder Armenier zwischen Eriwan und New York kommt einmal im Leben hierher, lauscht den ältesten Liturgien der Welt und versucht, einen Blick auf das Oberhaupt des armenischen Christentums zu erhaschen. Dann starten wir zu unserer ersten Wanderung: Im Aragazgebirge • steigen wir (2 Std., mittel, ↑ 150 m ↓ 50 m) auf 2000 m hinauf zur Festung Amberd. Schneeweiß leuchtet vor uns der heilige Berg Ararat auf. Sensationell! 200 km.

4. Tag: Wandern beim Sonnentempel

In der kühlen Morgenluft machen wir uns auf in die Azat-Schlucht, in der wir • zu Fuß (2,5 Std., mittel, ↑ 150 m ↓ 150 m) die eindrucksvolle Landschaft mit ihren bizarren Basaltsäulen erkunden. Danach schmeckt der Imbiss in einem schattigen Garten besonders gut. Vom heidnischen Sonnentempel von Garni bietet sich noch mal eine fantastische Aussicht auf die Schlucht. Zurück in Eriwan tauchen wir auf dem Ausgrabungsgelände Erebuni ab in die Geburtsstunde Eriwans; ein Mitarbeiter erzählt uns von seiner täglichen Arbeit und den neuesten Funden. Den restlichen Tag und Abend gestalten Sie nach eigenen Wünschen. 60 km.

5. Tag: Am Fuße des Ararats

Ein schöner Blick auf den Ararat im Morgenlicht. Noah soll einst mit seiner Arche auf dem Berg gestrandet sein. Am Fuße des Ararats besuchen wir das Kloster Chor Wirab und entdecken: Gregor der Erleuchtete erlebte hier ziemlich finstere Zeiten! Nach einem Picknick beim Kloster Noravank geht es mit frischen Kräften • zu Fuß (1,5 Std., leicht, ↑ 50 m ↓ 50 m) zu einer alten Seidenstraßen-Karawanserei (2400 m). Am Abend lockt der Sewansee auf 1900 m über dem Meeresspiegel mit Fisch und Seeblick in ein gemütliches Lokal. 350 km.

6. Tag: Am Sewansee

Am Vormittag • wandern wir (2,5 Std., leicht, ↑ 0 m ↓ 0 m) im Nationalpark Sewan am See entlang. Sattgrüne Tiefebenen wechseln sich ab mit Halbwüsten und kargen Bergen. Höchst fotogen liegt das winzige Sewankloster am See. Die Klöster der Mönche waren zwar klein, sie selbst aber groß in der Heilkunst. Direkt am Debet-Fluss liegt unser angenehmes Hotel. Lassen Sie sich entspannt in den Nachmittag fallen. 190 km. Zwei Übernachtungen bei Alaverdi.

7. Tag: Die Armenische Schweiz

macht ihrem Namen heute alle Ehre. Wir • wandern (3,5 Std., mittel bis anspruchsvoll, ↑ 250 m ↓ 250 m) vom Kloster Sanahin (UNESCO-Welterbe) zum Kloster Haghpat (UNESCO-Welterbe) auf der anderen Seite der Debet-Schlucht. Oben zeigt sich ein umwerfendes Panorama: Erosion und Fluss gruben tiefe Schluchten. Weniger schön dagegen ein Kapitel armenischer Industriegeschichte in Alaverdi: das riesige, lange geschlossene Kupferwerk. Vor einigen Jahren unter strengen Umweltauflagen wiedereröffnet, Arbeitgeber für nur knapp hundert Menschen, aber Hoffnungsschimmer für die ganze Region. 60 km.

8. Tag: Ab nach Georgien!

Problemlos passieren wir die Grenze nach Georgien. Anderer Bus, andere Sprache, andere Schrift. Spannend ist die Fahrt zur Hauptstadt Tiflis, die wir mittags erreichen. 120 km. Junge Leute mit Handys und Sonnenbrillen in schicken Bars - die Stadt versprüht westlichen Charme. Welche Spuren Osmanen und Christen hinterließen, entdecken wir in der Altstadt: Schwefelbäder, bunt bemalte Hausfassaden und alte Kirchen säumen die Gassen. Wir • wandern (1 Std., leicht, ↑ 0 m ↓ 100 m) an der alten Stadtmauer entlang zur Festung und entdecken in der Schatzkammer, welche Kunstwerke Georgiens Goldschmiede vollbrachten. Lust auf pikante Spezialitäten? Gut - denn die Georgier lieben es scharf und kräuterwürzig, wie wir abends in einem gemütlichen Restaurant feststellen können. (1)
Sie möchten lieber entspannen, statt zur Festung zu wandern und in die Schatzkammer zu gehen? Dann testen Sie die berühmten Schwefelquellen und legen Sie sich doch in eines der Badezimmer im Königsbad! Und schon heißt es: Augen schließen, tief durchatmen und entspannen! Und das bis Mitternacht, wenn Sie mögen. Ideal, um danach gleich relaxt ins Bett zu fallen.

9. Tag: Klöster, Seen, Berge

Auf nach Mzcheta (UNESCO-Welterbe)! 3000 Jahre hat die ehemalige Hauptstadt auf dem Buckel, stolz krallt sich die Dshwari-Kirche an einen Felshang, ganz in der Nähe ragt die Sweti-Zchoweli-Kathedrale auf. Über die alte Georgische Heerstraße geht es weiter Richtung Großer Kaukasus. Einst verband die Straße Georgien und Russland - lange war die Grenze zu, nun ist sie wieder teilweise geöffnet. Hat sich unter der jetzigen Regierung Georgiens das Verhältnis der beiden Staaten zueinander verbessert? Am Basaletisee • wandern wir (2 Std., mittel, ↑ 200 m ↓ 200 m) vor großartigem Panorama. Auch bei der Klosterfestung Ananuri sollten Sie die Kameras bereithalten: Kloster vor Schinwali-Stausee vor reißenden Gebirgsbächen vor mächtigen Schneebergen! 140 km. Zwei Übernachtungen in Gudauri auf 2200 m.

10. Tag: Im Großen Kaukasus

Gleich los zum Kreuzpass (2395 m). Beeindruckende Berggipfel ragen vor uns in den Himmel, kristallklar sprudelt der Fluss Terek dazwischen. Ihm folgen wir nach Kasbegi. Von dort • wandern wir (3,5 Std., mittel bis anspruchsvoll, ↑ 450 m ↓ 450 m) zur Dreifaltigkeitskirche, die majestätisch vor der Bergkulisse thront. Wer will, kann sich auch ganz bequem per Jeep (ca. 30 € pro Auto) hinauffahren lassen. Schnell ein Stoßgebet zum Wettergott, denn ist der uns hold, können wir auch einen Blick auf den "weißen Riesen" erhaschen - den Berg Kasbek (5047 m)! 90 km.

11. Tag: Auf nach Kachetien!

Von Gudauri aus • wandern wir vormittags (3,5 Std., mittel bis anspruchsvoll, ↑ 150 m ↓ 150 m) zu einem Aussichtspunkt und genießen noch mal den Blick auf den Kaukasus. Dann starten wir ins Weinanbaugebiet Kachetien, wo uns in Telavi unsere Gastgeberin herzlich begrüßt. 260 km. Schlicht, aber liebevoll eingerichtet sind die Privatzimmer in den nahe beieinanderliegenden Häusern. Sternereif hingegen: Kochkunst und Gastfreundschaft unserer Gastgeber.

12. Tag: Markt, Wein und Gärten

Hausfrauen feilschen um Auberginen; Walnüsse und Tomaten stapeln sich auf den Tischen - wir sind mittendrin auf dem Bauernmarkt von Telavi. Welche Qualität die georgischen Weine haben, erfahren wir bei einer Weinprobe mit Imbiss in der Winzerei Schuchmann. Woher der deutsche Name? Wir werden es hören ... Zurück in Tiflis wartet bereits Zurab in seiner liebevoll gepflegten Gärtnerei auf uns. Bei Kaffee und selbst gemachtem Kuchen freut er sich, mit uns über seine Blumenpracht zu plaudern. Dann bleibt Zeit für einen Schaufensterbummel am Rustaweliprospekt. Schon Ihr Lieblingsrestaurant fürs Abendessen auf eigene Faust entdeckt? 150 km. Zwei Übernachtungen in Tiflis.

13. Tag: Sehenswerte Höhlenklöster

Zum Ende nochmals Szenenwechsel: Wir nehmen Kurs auf die Steppenlandschaft. Fast surreal erhebt sich das Kloster David Garedschi vor uns. Wir • steigen (2,5 Std., mittel bis anspruchsvoll, ↑ 250 m ↓ 250 m) zum Höhlenkloster Udabno hinauf. Der Lohn: ein Blick bis nach Aserbaidschan und ein leckeres Picknick im Schatten der Bäume. (2) 260 km. Zurück in Tiflis lassen wir uns abends ein letztes Mal Chatschapuri & Co. in einem landestypischen Lokal schmecken. Stoßen Sie dabei auf die wunderbaren Landschaften am Kaukasus an und sagen Sie Ihrem Studiosus-Reiseleiter "Auf Wiedersehen"!
Unsere Wanderung ist Ihnen heute nicht lang genug? Kein Problem: Am Gipfel angekommen, können Sie noch bis zur nächsten Gipfelkuppe weiterwandern und von dort hinabsteigen. Das Picknick müssen Sie dann allerdings etwas schneller verdrücken.

14. Tag: Auf Wiedersehen, Georgien!

Nach Mitternacht Transfer zum Flughafen von Tiflis und nachts Rückflug mit LOT über Warschau oder mit Lufthansa über München. Ankunft jeweils morgens und Anschluss zu den Ausgangsorten.

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den Abreisetermin vom 20.05.2017 zum 02.06.2017. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Generelle Hinweise

Reisepapiere und Impfungen:

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Alleinreisende

Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Wichtiger Hinweis

Es besteht ein Absagevorbehalt bei Nichterreichen der jeweiligen Mindestteilnehmerzahl bis zum 21. Tag vor Reisebeginn.

Einreisebestimmungen

Die Einreise nach Armenien und Georgien ist für Deutsche, Österreicher und Schweizer visumfrei. Deutsche und Schweizer benötigen für die gebuchte Reise einen Reisepass, der noch mindestens 5 Monate über das geplante Ende der Reise hinaus gültig ist. Bei Österreichischen Staatsbürgern muss der Reisepass noch mindestens 6 Monate nach Reiseende gültig sein.

Für Reiseteilnehmer mit anderer Nationalität gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Wir bitten Sie, sich ggf. bei Ihrem Reiseberater oder bei den zuständigen Konsulaten zu erkundigen. Eventuell anfallende Visagebühren sind im Reisepreis nicht enthalten.

Sicherheit

Armenien gilt - trotz der anhaltenden Spannungen zwischen Armenien und dem benachbarten Aserbaidschan rund um die umstrittene Provinz Berg-Karabach - als stabiles Reiseland. An der Grenze zwischen beiden Staaten gab es in den letzten Jahren jedoch wiederholte Schusswechsel zwischen Angehörigen der Grenztruppen. Es sind stets lokale Auseinandersetzungen geblieben, dennoch sind für uns Ausflüge in diese Gebiete selbstverständlich tabu.

In Georgien hat sich in den letzten Jahren ein friedlicher Machtwechsel vollzogen, die innenpolitische Lage ist ruhig, Reisen in dieses eindrucksvolle Land am Südrand des Kaukasus sind problemlos möglich. Nach dem offenen Konflikt im Sommer 2008 haben sich auch die Beziehungen zwischen Georgien und Russland leicht verbessert. Eine internationale Klärung des Status der abtrünnigen Provinzen Südossetien und Abchasien ist nach wie vor nicht in Sicht. Deshalb meiden wir weiterhin die Grenzgebiete zu Südossetien und Abchasien.

BUCHEN / VORMERKEN