Algerien - Durch Oasen und Schluchten des Tassili zu den Dünen des Tadrart

Wüstenwandern durch drei Saharagebiete

Highlights

* 6-tägiges Trekking imTassili n´Ajjer (5 - 6 Std. täglich)
* Oase Iherir: Wandern entlang Wasserläufen und Palmenhainen (1x3, 1x6 Std.)
* Tadrart: leichte Wanderungen und Besichtigungen zu Fuß (2 - 3 Std.)
* Felstäler, enge Schluchten und bizarr geformte Sandsteinformationen
* Tiefrote Dünen im Tadrart
* UNESCO-Welterbe – fast ein Freilichtmuseum mit Felsmalereien und Gravuren

Diese Reise führt Sie in drei unterschiedliche Welten der Wüste! In der grünen Oase Iherir sprudelt das Wasser in geschliffenen Felsenbecken. Ungewöhnlich und gleichzeitig ideal zum Ankommen. In den Schluchten des Tassili ist die Erdgeschichte noch voll im Gange. Wind und Wetter nagen an Felsen und ziselieren Löcher in den Sandstein. Sechs Tage wandern Sie durch von Felswänden geflankte Täler und zu Ebenen, wo Felsnadeln und Steinskulpturen aus dem Sand sprießen. Das Tadrart schließlich quillt über an allem, was die Sahara verkörpert: bunte Sanddünen gemischt mit bizarren Felsformationen. Dazwischen prähistorische Felsbilder, die noch heute echte Kunstwerke sind. Wüste in ihrer ganzen Vielfalt!

Reiseverlauf

1. Tag: Anreise in die Sahara

Mittags Linienflug mit Air Algerie von Frankfurt nach Algier und weiter zur Oase Djanet, dem Hauptort des berühmten Tassili N´Ajjer-Nationalparks. (In Algier örtliche Betreuung durch einen Vertreter unserer Agentur.) Wir landen auf 1.000 m Höhe rund 2.000 km südlich von Algier in Djanet. Vom Flughafen fahren wir direkt hinaus in die Wüste; dort warten die aufgebauten Zelte schon auf uns.
Übernachtung im Zelt

2. Tag: Fahrt ins Tassili n´Ajjer zur Oase Iherir

Nach unserem ersten Frühstück in der Wüste fahren wir wenige Kilometer bis zur kleinen Palmenoase Djanet. Dort haben wir zum letzten Mal die Möglichkeit, einen Chèche (das für die Wüste so praktische, große Kopftuch) zu besorgen. Anschließend erledigen wir die nötigen Formalitäten bei der Nationalparkbehörde und verlassen dann die Stadt Richtung Norden, hinein in das Tassili n´Ajjer. Dort erreichen wir bereits nach drei Stunden das Touareg-Dorf und Oase Iherir. Wir übernachten 2 Nächte im Campement in Zeriba-Hütten (oder je nach Belegung ggf. in Zelten). Wir genießen zum ersten Mal eine von unserem Koch zubereitete, leckere Mahlzeit und anschließend die Teezeremonie im Kreise unserer Begleitmannschaft.
Zeriba-Hütte (keine Einzelbelegung) oder Zelt (FMA)

3. Tag: Tageswanderung zu den Gueltas von Idaran

Mit einem örtlichen Führer wandern wir nach einem kurzen Transfer zu den Gueltas von Idaran, einer wunderschönen Landschaft mit Schilfgebieten und Felsformationen. Eine Guelta ist eine Art permanenter Wassertopf, eine Rarität in der Wüste. Meist bestehen Gueltas aus einem in den Fels geschliffenen natürlichen Wasserbecken, das im Schutze einer Schlucht oder schattigen Felswand liegt. Hier aber folgen wir heute einem ganzen System von im Fels ausgeschliffenen Wasser-Korridoren. Die fotogene Oasen- und Schluchtenlandschaft beschert uns einen einzigartigen Wandertag. Ein nur noch zu Erntezeiten von Nomaden genutztes Zeriba-Dorf gibt uns einen Eindruck von dem regen Leben, das hier an einem der ehemaligen Karawanen-Knotenpunkte einmal geherrscht hat. Wir kehren am Nachmittag zurück zu unserem Camp in Iherir.
↓ 100 Hm
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Zeriba-Hütte oder Zelt (FMA)

4. Tag: Wanderung bei der Oase Iherir

Nach dem Frühstück wandern wir zu den Felsmalereien von Aghram, einem weiteren Seitenarm der Oase Iherir. In der Wüste finden wir die Ruine des Amenokal, des Fürsten von Iherir, der den Karawanenhandel hier überwachte. Die Erde ist kräftiggelb und wir entdecken im Boden Stellen mit echtem Ocker. Über das Touareg-Dorf Iherir kehren wir zum Camp zurück, wo unser Koch bereits mit dem Mittagessen auf uns wartet. Danach fahren wir zu den Gravuren von Dider/Tinterghert. Die großen und sehr ausdrucksstark in die Bodenplatten aus Fels gemeiselten Gravuren zählen zu den berühmtesten Gravuren der Sahara. Neben zahlreichen Gravuren von Giraffe, Hasen etc. sind vor allem die ´Schlafende Gazelle´ und ´Lockige Kuh´ hervorzuheben. Letztere misst etwa drei Meter!
Wir fahren mit den Geländewagen Richtung Erg Essendilène, wo wir unser Camp inmitten von hohen Dünen aufbauen werden.
Gehzeit: ca. 2,5 bis 3 Std.
Hütte oder Zelt (FMA)

5. Tag: Trekking durch die Tassili-Landschaft des westlichen Tassili n´Ajjers

Wir erkunden die Schlucht von Essendilène bei einer kleinen Wanderung. Dort finden wir mitten in der Sahara eine kleine Welt für sich: üppiger Oleander, Tamarisken zwischen steil aufragenden Felswänden und eine Guelta, die je nach Lichteinfall flaschengrün leuchtet.
Nach einem kurzen Transfer halten wir bei einem einem ganz besonderen pre-islamischen Grab, einem so genannten Schlüsselloch-Grab. Solche Gräber sind immer einer bedeutenden Person gewidmet.
Wir starten unser Trekking beim Felsbogen von Tokobaouine durch das vielfältige Tassili Gebiet. Unterwegs übernachten wir immer an schönen Lagerplätzen in der Wildnis. Während wir tagsüber auf direkten Seitenwegen und über Plateaus und Schluchten des Tassili n´Ajjers wandern, wird unser Begleitfahrzeug auf Umwegen außen rumfahren um uns am nächsten Lagerplatz wieder mit Gepäck, Ausrüstung, Wasser usw. zu versorgen. Eine Tassili-Landschaft ist immer geprägt von einem Wechsel aus schroff erodierten Felsenschluchten oder frei stehenden Felsskulpturen aus Sandstein und Dünen. Wir erreichen nach einem Aufstieg unseren Lagerplatz.
Gehzeit: ca. 4 bis 5 Std.
Zelt (FMA)

6. Tag: Schluchten und Berge des Tassili n´Ajjer

Steile Felswände begleiten uns heute auf der Durchquerung des Tassili Massives. Der Tag der Täler führt uns hinein bis zu einer versteckten Guelta. Von vorne ist nur ein Talabschluss zu sehen, aber über einen unauffälligen Durchgang erreichen wir das innere des Plateaus. Selbst in trockenen Jahren findet man hier ein tiefes Wasserbecken, weil es fast immer im Schatten geschützt liegt. Wie viel Wasser hier seine Kräfte walten lässt, können wir heute nur erahnen, denn die obere Stufe der Guelta erleben wir wahrscheinlich nur als trockenes Felsbecken.
Nachmittags wandern wir durch offene Wüstenebenen und zu einem großen offenen Abri mit Felsmalereien, die teils mehrfarbig abgebildet sind. Zwischen wuchtigen Bergen werden wir die Nacht verbringen.
Gehzeit: ca. 5 bis 5,5 Std.
Zelt (FMA)

7. Tag: Bergpässe und Dünen

Morgens wandern wir in eine Arena aus hintereinander liegenden Bergen, morgens ein einziges Schattenspiel. Zwischen den scheinbar undurchdringlichen Bergen gibt es wenige Übergänge, deren Pässe aber nur die ehemaligen Nomaden wie unser Führer kennen. Während der Mittagspause genießen wir wie jeden Tag die Salat-Vielfalt. Unser Koch versorgt uns selbst in der Wüste täglich mit frischer Kost.
Nachmittags wandern wir entlang Dünen und haben einen weiten Blick in das Tassili n´Ajjer mit seinen Bergketten. Felsberge, Kuppen und großartige Landschaft umgeben uns auch am Platz, wo wir heute zelten. Ein schöner Ort - wer mag kann unter freien Sternenhimmel übernachten.
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Zelt (FMA)

8. Tag: Von mächtigen Felsskulpturen zur Höhle der Legenden

Weit ist die Wüstenlandschaft heute und von wunderlichen Felsskulpturen durchzogen. Manche gleichen Urnen, manche einem Teekännchen. Aus der Wüste ragen Felsnadeln auf und mehrmals finden wir Höhlen mit Felsmalereien. Schöne Dünen liegen unterwegs und schließlich gelangen wir zu einer Höhle mit angeschlossenem Felsbogen.
Touareg haben eine eigene Schrift, die schwer lesbar ist, da sie in verschiedene Richtungen geschrieben werden kann, das Tifinagh. Unterwegs werden wir heute einen Fels mit Tifinagh-Zeichen erkunden.
Gehzeit: ca. 5,5 bis 6 Std.
Zelt (FMA)

9. Tag: Durch Wüstenebenen hinauf nach Timghas - Rundumblick!

Wir wachen an einem wunderbaren Lagerplatz auf. In der Trekking-Küche dampft der Kaffee, wir treffen uns zum Frühstück. Dann beginnen wir unsere Wanderung. Heute sehen wir mehrmals prehistorische Felsmalereien, die Szenen aus dem damaligen Alltagsleben zeigen. Was haben die Menschen vor Tausenden von Jahren getragen? Wie und wer in der Jungsteinzeit gelebt hat, können selbst Wissenschaftler nur anhand solcher Felsmalereien erahnen. Die Sahara ist wie ein Bilderbuch, das vor allem Wanderern offen steht.
Ein letzter Anstieg führt uns zu einer Anhöhe, wo wir uns für die Nacht einrichten. Rundum liegt uns die Wüste zu Füßen. Zeit für einen Tee, Zeit zum Schauen. Es sind diese besonderen Abendstimmungen, die den Tag intensiv beschließen.
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Zelt (FMA)

10. Tag: Letzte Trekkingetappe - berühmte Gravuren (UNESCO Welterbe)

Unsere letzte Trekkingetappe führt durch den Westrand des Tassili n´Ajjer Plateaus. Die Landschaft wird offener, Sand überwiegt. Die einzelnen Felstürme stehen fotogen ind er offenen Ebene. Wir kommen eventuell an einem Kilometerstein vorbei mit der Aufschrift 2091. Wie weit wir von der Hauptstadt Algier weg sind, wird uns hier in der abgeschiedenen Sahara erst bewusst...2091 km! Die Entfernung zwischen Algier und unserem Wandergebiet ist weiter als von Algier nach Deutschland.
Nach dem Mittagessen verabschieden wir uns von unserem Nomaden-Führer, einem echten Kenner seiner Heimat.
Wir stehen vor einem kleinen Bergmassiv, das eindrucksvoll aus der Wüste ragt. Bestimm war es bereits für die Bewohner ein besonderer Platz gewesen sein und wurde auch deshalb als magischen Ort für großflächige Felsgravuren ausgewählt. Weint die Kuh weil die Sahara unfruchtbar wurde? "La Vache qui pleure", die so genannte "Weinende Kuh" ist mit Sicherheit eine der beeindruckensten Felsgravuren. Zeugt sie doch so ausdrucksstark von der außerordentlichen Begabung eines steinzeitlichen Künstlers.
Unweit davon errichten wir unser Camp bei silber und bläulich glänzende Granitkugeln.
Gehzeit: ca. 2 bis 3 Std.
Zelt (FMA)

11. Tag: Im Tadrart

Ortswechsel! Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Süden in das Tadrart, der dritten Reiseregion unserer Tour. Unser Ziel im Tadrart ist ein labyrinthartiges, in sich abgeschlossenes Gebiet, das zu den schönsten Regionen der Zentralsahara gehört. In verwinkelten Tälern und Sandebenen ragen außergewöhnliche Felsbögen und Felsenschlösser aus dem Wüstenboden heraus. In Felsnischen verbirgt sich ein unendlich groß scheinendes Freilichtmuseum voller Felsmalereien und Gravuren die bis zu 10.000 Jahre alt sind.
Wir stehen vor Timzguida, oder auch Kathedrale genannt. Wie ein großes Monument mit gigantischen Fenstern scheint der Doppel-Felsbogen. Dann folgt unser Lagerplatz, mitten in einem großen und farbintensiven Dünenmassiv. Moul n´Aga besteht aus sehr hohen Dünen, aus deren tiefem Sand zuckerhutartige Felsnadeln sprießen. Zum Sonnenuntergang steigen wir auf die bis zu 200 m hohen Sandgiganten!
Gehzeit: ca. 1,5 bis 2 Std.
Zelt mitten in den Dünen (FMA)

12. Tag: Dünenwanderung und ein riesiges Freilichtmuseum - Schätze der Wüste!

Morgens nehmen wir uns Zeit für eine ausgiebige Wanderung entlang dem Dünenmassiv zu Felsmalereien und Gravuren. Die eines Rindes ist außergewöhnlich, denn es ist mit einem Halsband abgebildet, ein Hinweis auf die beginnende Domestizierung der Rinder vor Tausenden von Jahren. Zeugen der einst sehr fruchtbaren Sahara sind die vielen Elefanten und Giraffen, die riesig auf einer stehenden Felspyramide graviert sind. Alle Felsbilder sind zwischen 5.000 und 10.000 Jahre alt.
Der größte Künstler ist aber die Natur selbst. Unsere Fahrer entdecken immer wieder neue Flecken im Tadrart. Einer Fata Morgana gleich scheint eine salzige Tonebene, die uns beim Durchfahren wie ein riesiger See mit Inseln vorkommt. Umgeben von mehreren Dünen-Massiven ist dies einer der schönsten Plätze zum Übernachten. Wüste von seiner faszinierendsten Seite!
Gehzeit: ca. 2 bis 2,5 Std.
Zelt mitten in den Dünen (FMA)

13. Tag: Wüste von oben, freistehender Felsbogen und ein Canyon wie ein Nadelöhr

Wir wandern entlang dem Dünenrücken des Egedi und sehen in die tiefsten Winkel des Tadrart hinein. Dünenmassiv reiht sich an Dünenmassiv! Pyramidenförmig, wellenförmig, sichelförmig, jedes Massiv hat seinen eigenen Charakter.
Nach der Wanderung besichtigen wir eine gravierte Bodenplatte mit Abdrücken von verschiedenen Tierspuren und einer Darstellung von einem Löwen.
Freistehend ist einer der größten Felsbögen, In Tehak. In einem Seitental des Wadi in Djeran, gehen wir durch einen sehr schmalen Durchgang in den Slot Canyon, der einem Nadelöhr gleicht und aus teilweise rosa-farbenen Felswänden besteht. Unweit davon werden unsere Begleiter uns eine Gravur zeigen mit mehreren sehr großen Giraffen, gegen die wir als Betrachter klein wirken.
Wir verlassen das Tadrart am Nachmittag und suchen uns bei den "Dunes Noires" einen schönen Übernachtungsplatz. Diese Dünen haben eine Besonderheit, da sie an einzelnen Stellen von schwarzem Graphit-Sand überzogen sind, was dem Ganzen eine besondere Struktur verleiht. Ein Aufstieg vom Lagerplatz auf das oben gelegene Plateau lohnt, da es interessante Ausblicke bietet, vor allem zum Sonnenuntergang.
Gehzeit: ca. 2 Std.
Zelt (FMA)

14. Tag: Rückreise und Ankunft in Deutschland

Nach einem letzten kleinen Morgenspaziergang kehren wir auf direktem Weg zurück nach Djanet. Hier haben wir Gelegenheit zu duschen und etwas durch den Bazar der Oasenstadt zu bummeln. Es gibt ein paar nette kleine Handwerksbetriebe, wo Touareg-Schmuck aus Silber und anderes Kunsthandwerk zu finden sind. An einem Platz in der Wüste werden unsere Begleiter unser Abschiedsessen vorbereiten und wir verbringen die letzten Stunden bis zum Abflug unter dem Sternenhimmel der Sahara. Nachts Flug von Djanet nach Algier. Morgens Ankunft und Weiterflug Algier - Frankfurt.
(FMA)

15. Tag: Ankunft in Deutschland

Gegen Mittag landen wir in Frankfurt.

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Das Genusswandern, das Erleben der Wüste und Naturerfahrung sowie das gemeinsame Reisen mit Tuareg stehen im Vordergrund. Das Wander- und Besichtigungsangebot ist reichhaltig. Dabei können Sie dennoch selbst entscheiden, ob Sie die Wüste mit mehr oder weniger Aktivität auf sich wirken lassen wollen. Dies ist gerade durch das besondere Konzept der Doppelübernachtungen an diversen Orten möglich. Über die Teilnahme an den Wanderungen besteht große Flexibilität und Freiheit, das können Sie tageweise spontan vor Ort entscheiden. Wenn ein Teilnehmer einmal eine Passage auslassen möchte, kann er zudem jederzeit mit der Mannschaft zum nächsten Treffpunkt fahren.
Die Gehzeiten für die Vormittags- bzw. Nachmittagswanderungen betragen jeweils etwa 2-3 Stunden. Dabei können Sie jeweils wählen, ob Sie z.B. nur die Vormittags-Etappe mitmachen oder auch nachmittags. Sie benötigen für die einzelnen Wanderungen eine durchschnittliche Kondition und öfters auch Trittsicherheit. Überwiegend wandern Sie auf festem, sandigen Boden, teils auf felsigen Pfaden oder auch weglos.
Ein guter, stabiler Kreislauf ist wichtig für die Wanderungen im Wüstenklima (s.u.).
Während der Überlandfahrten sind Sie in Geländewagen unterwegs. Das Gepäck wird während des Trekkings von Begleitfahrzeugen transportiert. Tagsüber tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit viel Wasser (ca. 2 Liter), Kamera, Sonnenschutz und dem Allernötigsten. Mittags können Sie in der Regel Wasser aus den Kanistern auffüllen. Abends am Lager finden Sie Ihr Gepäck wieder vor.
Auf dieser Reise werden Einzel- bzw. Zwei-Personen-Zelte und Schaumstoffmatten gestellt. Wer möchte, hat auch Gelegenheit, unter freiem Himmel zu schlafen – in der Sahara ein besonderes Erlebnis! Von allen Teilnehmern/-innen wird aktive Mithilfe beim Auf- und Abbau der Zelte erwartet. Der Koch bereitet mittags leichte, schmackhafte Salate (mit Reis, Hülsenfrüchten, Tomaten, Gurken, Oliven u. Ä.) zu und dazu wird oft Käse oder Thunfisch gereicht. Abends gibt es ein warmes Essen mit Suppe und als Hauptspeise Couscous, Kartoffeln, Reis oder ein Nudelgericht. Fleisch wird eher selten zubereitet. Gemüse ist fast immer enthalten. Unsere Tuareg-Köche geben sich große Mühe und zaubern unter einfachsten Umständen, im Rahmen des Möglichen, vielfältige, schmackhafte Gerichte.

Wichtige Hinweise

Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte durchzuführen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.
Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis, bzw. Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes. Wir bitten um Beachtung: www.auswaertiges-amt.de oder Bürgerservice Tel.-Nr. +49 30 18172000.
Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren. Seit Jahrzehnten führen wir Reisen in verschiedenen Gebieten Algeriens durch und kennen das Land, die Menschen und die Verhältnisse im Land sehr gut. Wir haben dort ausgezeichnete Kontakte und sind immer auf dem aktuellen Stand. Die Begleitmannschaft, Fahrer, Köche, Kameltreiber usw. sind mittlerweile ein Stamm-Team, sie sind uns alle persönlich bekannt und genießen unser volles Vertrauen.

Klima

Stellen Sie sich auf starke Sonneneinstrahlung sowie auf große Schwankungen zwischen den Tages- und den kühleren Nachttemperaturen ein. Da die großen Temperaturschwankungen Herz und Kreislauf belasten können, müssen Sie gesund und körperlich fit sein.
In den Monaten Oktober, November und von Mitte/Ende Februar bis März ist tagsüber mit Temperaturen von durchschnittlich 27° bis 33°C und nachts mit Temperaturen zwischen 5° und 15°C zu rechnen. Im Dezember und bis Mitte Februar kann es beim Trekking nachts kühler werden (das Thermometer sinkt bis 0°C oder gar darunter). Tagsüber ist dafür mit klarem Wetter und Temperaturen um 15° bis 20°C zu rechnen. Im April steigen die Temperaturen durchaus schon auf durchschnittlich 30°C bis 35°C.

Ausrüstung

Reisepass mit Kopie - plus Kopie vom Visum
Impfpass
Bargeld in Euro, kann z.b. in Algier getauscht werden
ETIX (elektronisches Flugticket)
Reiseunterlagen, Heftchen „Meine Reise“
Sandalen (Überlandfahrten, Unterkunft, Duschen, etc.)
Trekkingschuhe Kategorie A/B (siehe Information Wanderschuhe)
Socken + Ersatz
Trekkingsocken + Ersatz
lange Hose oder Trekkinghose – unsere Empfehlung: eher Baumwoll- oder Leinenhosen!
T Shirts
Kurzarmhemden oder -blusen ggf. gut wg. Nackenschutz (Sonne)
Langarmhemden oder -blusen empfohlen wg. Sonnenschutz
Wärmeschicht (leichte Daunenjacke oder Primaloft)
Unterwäsche + Ersatz
lange Funktionsunterwäsche für die kühleren Monate Dezember bis Anfang März
Schlafbekleidung
Sonnenschutz für den Kopf (In der Wüste ist ein grosses Tuch, Chèche genannt, als Schutz vor Sonne und Staub praktikabler. Dies ist evtl. auch am 2.Tag käuflich, kann dann aber nicht vor dem Tragen
gewaschen werden. Besser schon zuhause einen dünnen Stoff, ca. 3-4 m lang kaufen.)
Sonnenbrille
Tages- und Wanderrucksack ca. 15 l
Teleskop-Wanderstöcke nur wer unbedingt möchte
Stirnlampe mit Ersatzbatterien
Reisetasche oder anderes flexibles Gepäckstück (inkl. kleinem Schloss)
zusätzliche kleine Tasche um Gepäck zu deponieren
Schlafsack bis 0° im Komfortbereich
Schlafsack bis - 10° im Komfortbereich falls Sie in den kühleren Monaten DEZ-FEB draußen ohne Zelt schlafen wollen
Schlafmatte (Therm-a-Rest selbstaufblasbar) wer möchte als Ergänzung zur einfachen Schaumstoffmatte (ca 4 cm), die gestellt wird. Diese wird auch beim Essen zum Sitzen benötigt
Sonnencreme LSF 25-30
Lippenbalsam mit LSF
Waschsachen / Hygiene-Artikel
Trekkinghandtuch klein
Reisewecker
persönliche Fotoausrüstung mit genügend Akkus und Speicherkarten, eventuell mit Blitz, Stativ
Taschentücher, Feuchttücher in ausreichender Menge, da kein Waschwasser vorhanden! Empfehlung ca 3 Packungen je nach Größe.
Toilettenpapier im Rucksack für unterwegs
Feuerzeug um Toilettenpapier zu verbrennen
wasserfester Packsack (zur Übersicht im Reisegepäck) und als Staubschutz
Trinkflasche oder Trinksystem mindestens 1,5 Liter
Ersatzbrille in stoßfestem Etui für Brillenträger
Erste Hilfe Set (inkl. Blasenpflaster, Tape, Desinfektion)
kleine Reiseapotheke
wichtige persönliche Medikamente (Handgepäck!)
Wasserentkeimungsmittel (z.B.: Micropur forte, am besten in Tablettenform)
Zwischenverpflegung (Trockenobst, Schokolade, Vollkornriegel, Energieriegel)
Elektrolytgetränke nur falls Sie damit das Trinkwasser geschmacklich anreichern wollen

Treffpunkt

Für die Einreise nach Algerien benötigen Sie ein Visum und einen gültigen Reisepass, der bei Abflug in Algerien mindestens noch 6 Monate gültig sein muss. Zudem müssen 2 gegenüberliegende Seiten im Reisepass frei sein. Sollten Sie einen Israel-Stempel im Pass haben, bitten wir Sie, umgehend einen Ersatzpass zu beantragen und uns darüber zu informieren. Die Ersatzpässe mit einjähriger Gültigkeit erhält man beim Einwohnermeldeamt sofort). Stellen Sie sich darauf ein, dass Ihr Pass in der Zeit zwischen Beantragung und Erteilung des Visums bzw. unter Umständen sogar bis kurz vor Abreise nicht zur Verfügung steht. Sollten Sie eine andere Reise geplant haben und den Reisepass benötigen, müssen Sie sich dafür einen Zweitpass besorgen.

Wenn Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland haben:
Die algerischen Konsulate in Deutschland verlangen zwingend, dass Visa über einen Visa-Dienst beantragt werden. Dieser Service kostet 20 € pro Person + Versand und garantiert eine kompetente Abwicklung. Die Visagebühr beträgt 60 €.
Was müssen Sie wann tun?
Vorerst müssen Sie nur dafür sorgen, dass Ihr Pass noch mindestens 6 Monate nach Beendigung der Reise gültig ist. Am besten sollten Sie auch schon 2 Passbilder vorrätig haben.
Ca. 6 Wochen vor Abreise schicken wir Ihnen die kompletten Visa-Unterlagen mit Anleitung zu. Füllen Sie die Visa-Anträge mit größter Sorgfalt – unbedingt maschinell – aus und unterschreiben Sie diese. Alle Unterlagen müssen dann an die in der Anleitung angegebene Firma Visa Dienst gesendet werden.

Wenn Sie Ihren Wohnsitz NICHT in Deutschland haben, beantragen Sie Ihr Visum bitte direkt bei der jeweiligen Vertretung der algerischen Botschaft.
Staatsbürgern aus Österreich oder der Schweiz senden wir die genauen Informationen zur Visa-Beantragung ca. 6 Wochen vor Abreise zu. Beantragen Sie Ihr Visum bitte unmittelbar nachdem Sie von uns die Informationen und die Aufforderung dazu erhalten bzw. sobald Sie von uns das notwendige Einladungsschreiben erhalten haben.

Tipp: Kopieren Sie vor Abreise Ihren Reisepass bzw. Personalausweis und Ihr Flugticket. Im Verlustfall erleichtert dies die Neubeschaffung. Bewahren Sie die Kopien getrennt von den Originaldokumenten und Ihren Wertgegenständen auf.

Anreise

Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Empfohlen wird Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Ausführliche Informationen erhalten Sie unter www.crm.de

Eine Bitte: Stellen Sie sich eine Reiseapotheke zusammen, die Ihren individuellen Bedürfnissen angepasst ist. Denken Sie an Arzneimittel gegen Durchfallerkrankungen, Schmerzen, Erkältungskrankheiten sowie Verbandsmaterial und Pflaster. Ihre Reiseleitung ist mit einer Apotheke ausgestattet. Diese ist jedoch ausschließlich für den Notfall bestimmt.

Algerien gehört dem muslimischen Kulturkreis an, gleichwohl leben die Tuareg eine sehr offene Form des Islam. Rücksichtnahme und Toleranz in Bezug auf die religiösen Gefühle der Bevölkerung sollten allen selbstverständlich sein. Shorts oder Bermudas (an Frauen und Männern) und ärmellose Kleidung sind ebenso wenig angebracht wie tiefe Ausschnitte! Nicht nur bei Nomaden unterwegs, sondern auch in den Städten beleidigt freizügige Kleidung das Anstandsgefühl der Menschen. Auch beim Fotografieren bitten wir um Zurückhaltung.

Zusätzliche LeistungenPreis in €
Einzelzeltzuschlag110,-

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