Wüstenkontraste: Kamel-Trekking vom Tassili n’Ajjer zu den Dünen des Erg Admer

Mit Nomaden als Karawane die Wüste durchqueren

Highlights

*11-tägiges Kamel-Trekking (5 - 6 Std. täglich)
*Bizarre Felsformationen und Täler im Tassili n´Ajjer
*Durchquerung des Dünenmeeres Erg Admer
*Mit Nomaden und ihren Tieren im Wüsten-Rhythmus reisen
*Sahara-Reise mit nur den notwendigsten Transferfahrten

Machen Sie eine ganz besondere Erfahrung: bereisen Sie gemeinsam mit Tuareg-Nomaden und ihren Kamelen die Sahara im Wüstentakt. Ihre erfahrenen Begleiter führen Sie zu einem riesigen Felsbogen und zu einer versteckt liegenden, außergewöhnlich gut erhaltenen Felsmalerei. Ruhigen Schrittes durchquert Ihre Karawane das immens weitläufige Dünengebiet des Erg Admer. Reitend oder wandernd dringen Sie tief in das große Sandmeer vor. Sie durchqueren ein Universum aus weitläufigen Dünenketten. Die tiefer sinkende Sonne taucht alles in glühende Farben - rot, violett, gold. Sie erleben Wüstenkontraste bei jedem Atemzug! Aber von den höchsten Dünen lässt Ihnen der Blick auf weit entfernte, höhere Bergketten den Atem stocken. Nachts funkeln die Sterne wie Diamanten am Himmel. Wer will da schon schlafen?

Reiseverlauf

1. Tag: Anreise nach Algerien

Mittags Linienflug mit Air Algérie von Frankfurt nach Algier und weiter zur Oase Djanet, dem Hauptort des berühmten Tassili n'Ajjer-Nationalparks. (In Algier betreut Sie ein Vertreter unserer Agentur bezüglich der Formalitäten und des Gepäcks beim Einchecken für den Inlandsflug nach Djanet.) Die Wüstenstadt liegt auf 1.000 m Höhe, rund 2.000 km südlich von Algier und wird von großen Dattelplantagen geprägt. Vom Flughafen fahren wir direkt hinaus in die Wüste; dort haben die Tuareg die Zelte für uns schon aufgebaut.
Übernachtung im Zelt

2. Tag: Fahrt zum Treffpunkt mit den Nomaden und ihren Kamelen - erste Wanderung

Nach unserem ersten Frühstück in der Wüste fahren wir wenige Kilometer bis zur kleinen Palmenoase Djanet. Dort haben wir zum letzten Mal die Möglichkeit, einen Chèche (das für die Wüste so praktische, große Kopftuch) zu besorgen. Anschließend erledigen wir die nötigen Formalitäten bei der Nationalparkbehörde und verlassen dann die Stadt Richtung Wüste. Bevor unsere erste Wanderung beginnt, werden wir von unserem Koch verköstigt – erstaunlich, was er unter einfachsten Bedingungen für uns zaubert. Gestärkt brechen wir auf. Wir überqueren rote Sanddünen und kommen zu bizarren, vom Wind geformten Felsformationen.
Gehzeit: ca. 2 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

3. Tag: Beginn des Kameltrekkings

Zu Fuß oder auf dem Rücken von Kamelen gewinnen wir an Höhe und erreichen das Hauptplateau des Tassili n'Ajjer. Wer glaubt, Wüstenlandschaften wären nicht abwechslungsreich, wird eines Besseren belehrt. Je nach Lichteinfall entfaltet die Wüste ihren ganzen Zauber: Wunderbare Farbenspiele und immer neue Stimmungen entstehen. Felssäulen und -pilze ragen aus dem Sand. Zwischen den von der Natur geformten Skulpturen schlagen wir unsere Zelte für die Nacht auf.
↑ 200 Hm
↓ 200 Hm
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

4. Tag: Durch labyrinthartige Canyons

Heute müssen wir uns zeitweise von unseren treuen Begleitern, den Kamelen, trennen. Vormittags wandern wir durch ein verwinkeltes Labyrinth aus Stein und Sand, welches für unsere Kamele unpassierbar ist. Sie folgen einem anderen Weg und stoßen mittags wieder zu uns. Nach der Mittagspause wandern wir weiter durch enge Canyons. Die Kamele gehen wieder eine andere Route. Wer möchte, kann auf diesem Weg mit den Tieren bis zu unserem nächsten Camp gelangen.
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

5. Tag: Plateau Aoùdeguem

Zuerst wandern wir durch Savannenlandschaft und steigen dann zum Aoùdeguem auf. Wir überqueren dieses Plateau, das einer unwirtlichen Mondlandschaft gleicht. Der Blick schweift in die Ferne, über die höchsten Gipfel des Tassili n'Ajjer und bis zum Berg Assakaou. Auf alten Beduinenwegen steigen wir zu unserem heutigen Lagerplatz ab, der zwischen zwei Felsvorsprüngen liegt. Bei einer abendlichen Erkundung des Gebiets stoßen wir auf Felsmalereien.
↑ 50 Hm
↓ 50 Hm
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

6. Tag: Durch fruchtbare Täler - Freude für unsere Kamele

Durch weite Täler, über kleine Dünen und vorbei an abwechslungsreichen Felsformationen – Türme, Fenster und Bögen – ziehen wir mit unserer kleinen Karawane weiter gen Osten. Schließlich erreichen wir ein fruchtbares Tal und entdecken Wüstenpflanzen, die nur in dieser Gegend wachsen. An einem Wadi zwischen Sanddünen errichten wir unser Lager für die Nacht. Von einer hohen Düne aus können wir im Abendlicht die Wüste Erg Admer zum ersten Mal erblicken.
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

7. Tag: Abschied vom Tassili n'Ajjer

Ab heute werden die Lastkamele durch Jeeps ersetzt. Unsere Reitkamele begleiten uns weiterhin.
Am Morgen bewegen wir uns weiter durch das fruchtbare Tal. Wir biegen nach rechts ab. Durch kleine Schluchten gelangen wir zum großen Haupttal und verlassen allmählich das Tassili n'Ajjer in Richtung Nordwesten. Heute zieht unsere Karawane öfter durch Täler, in denen Gräser und andere Pflanzen wachsen. Mit etwas Glück entdecken wir auch Tierspuren, die es zu entschlüsseln gilt. Am Nachmittag können wir wieder Felsmalereien bestaunen und anhand der Darstellungen erahnen, wodurch das Leben hier einst geprägt war. Wir erreichen unseren zwischen Akazien eingebetteten Schlafplatz. Auch die Kamele fühlen sich hier wohl, sie haben eine schöne Weidefläche ganz für sich allein. Am Abend haben wir die Möglichkeit, zu einem Aussichtspunkt hinaufzuwandern und von dort den Sonnenuntergang über dem Tassili n'Ajjer und dem Erg Admer zu genießen.
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

8. Tag: Gen Westen zu den Dünen des Erg Admer

Über ein Plateau setzen wir unser Trekking zu Fuß oder auf den Kamelen reitend in Richtung Erg Admer fort. Wir kommen an Feldern mit großen, silbrigblau schimmernden Granitkugeln vorbei, die wie von Riesenhand in die Landschaft geworfen scheinen. Weiter geht es in Richtung der Tin-Menia-Berge, die aus schwarzem Granit bestehen. Unser Camp bauen wir in der Nähe weißer Dünen, am Rand des Erg Admer auf. In der Abendsonne beginnen die Berge des Tassili n'Ajjer zu leuchten.
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

9. Tag: Weite Ebene des Erg Admer

Das allmorgendlichen Satteln der Kamele ist uns inzwischen vertraut. Heute tragen uns die Tiere über Sanddünen. Während der wohlverdienten Mittagspause lassen wir uns liebevoll zubereitete, vielfältige Salate schmecken. Unser Koch versorgt uns selbst in der Wüste täglich mit frischer, vitaminreicher Kost. Am Nachmittag kommen wir in eine riesige, von Dünen eingerahmte Ebene. Dort stoßen wir auf wundersame Granitfelsen. Manche ähneln metallisch-blauen Kugeln, glänzend poliert; andere erwecken den Eindruck geplatzter Steine. Unser Lager schlagen wir nach einem kurzen Aufstieg im Kessel eines Dünenplateaus auf. Im Abendlicht leuchten die gegenüberliegenden Felsen in rötlichen Erdtönen.
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

10. Tag: Freie Zeit, Dünen und Sandmeer

Heute Vormittag können wir entscheiden, ob wir im Lager bleiben, uns ein schönes Plätzchen im Schatten suchen oder eine kleine Wanderung unternehmen. Nach einem schmackhaften Mittagessen zieht unsere Karawane über Dünen in die nächste Ebene. Wir erfahren, wie sich die Tuareg in der Weite der Wüste orientieren. Heute haben wir die Qual der Wahl: Errichten wir unser Camp tief in den Dünen oder in der Nähe eines Berges mit weit reichender Aussicht? Eine Wanderung in Richtung der untergehenden Sonne rundet den Tag ab.
Gehzeit: ca. 2,5 bis 3 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

11. Tag: Neolithische Funde

Nach dem Frühstück und einem süßen Thé à la Menthe brechen wir auf – zu Fuß oder auf dem Kamel reitend, je nach Wunsch. Spektakulär hohe Dünen, so weit das Auge reicht, säumen unseren Weg. Die Gegend, in der wir uns befinden, ist für Funde aus neolithischer Zeit bekannt. Mit etwas Glück entdecken wir Reibeschalen, Tonscherben mit Mustern oder jahrtausendealte Mahlsteine. Unsere Zelte schlagen wir am Fuß einer hohen Düne auf.
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

12. Tag: Durch Talsysteme vorbei an kolossalen Dünen

Wir durchqueren mehrere Talsysteme, Cirques genannt. Links und rechts unseres Weges erheben sich hellsandige Dünenkolosse. Hier wächst kein Gras. Das bedeutet, dass wir für unsere Kamele Futter von der letzten Weide mitnehmen müssen. (Aber Vorsicht, dass sie es nicht schon unterwegs veputzen.) Wir übernachten bei einer Felsgruppe in der Nähe wunderschöner Dünen.
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

13. Tag: Die Tiefen des Erg Admer

Nachdem wir unser Lager zusammengepackt haben, ziehen wir weiter. Die Vegetation verändert sich, die Dünen werden kleiner und es tauchen weitläufige Ebenen auf. Unsere heutige Etappe führt uns ein Stück weit über geschichtsträchtige Karawanenwege zwischen Djanet und Niger. Nach einem schmackhaften Mittagessen machen wir uns wieder auf den Weg. Noch einmal werfen wir einen Blick in Richtung des östlichen Tassili n'Ajjer, das wir in der Ferne erahnen können. Ein letztes Mal übernachten wir zwischen den Dünen. Wir nehmen Abschied von den herzlichen Kamelführern und den lieb gewonnenen Vierbeinern.
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std.
Übernachtung im Zelt (FMA)

14. Tag: Djanet und die „weinende Kuh“

Morgens werden wir nach Djanet gebracht. Wir spazieren durch die Palmengärten und besuchen den quirligen Markt, auf dem wir Datteln, Tee, Schmuck und andere Mitbringsel erstehen können. In Djanet essen wir zu Mittag und können „den Luxus" einer Dusche genießen. Wir fahren ein letztes Mal in die Wüste und besichtigen die wohl bekanntesten Felsgravuren Algeriens. „La vache qui pleure", die sogenannte „weinende Kuh", ist eine der am meisten bewunderten Felsgravuren, zeugt sie doch von der außerordentlichen Begabung eines steinzeitlichen Künstlers.
Beim Abschiedsessen lassen wir die vergangenen zwei Wochen Revue passieren. Noch vor Mitternacht werden wir zum Flughafen nach Djanet gefahren.
Fahrzeit: ca. 2 Std.
(FMA)

15. Tag: Rückreise und Ankunft in Deutschland

Flug von Djanet nach Deutschland.

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Bei dieser Reise verbringen Sie die Tage aktiv und haben viel Zeit, um die Wüste im Takt der Karawane zu erleben. So wurden die Fahrstrecken auf das Allernötigste beschränkt, d.h. auf reine Transferfahrten zum Trekkingbeginn hin und am Ende zurück. Im Mittelpunkt der Reise steht das Erlebnis des Unterwegsseins – zu Fuß oder mit den Kamelen, und dies in Begleitung von Nomaden.
Das Reiten auf den Kamelen erfolgt im Stil der Tuareg, d.h. Sie tragen keine Schuhe (nur Socken) und stützen sich mit den Füßen am Hals des Kamels ab. Schuhe und Tagesrucksack werden am Sattel (Tarek) befestigt. Sie reiten (oder wandern) täglich im Durchschnitt zwischen 5 und 6 Stunden. Am ersten Tag ist das Sitzen auf dem Kamelsattel noch etwas ungewohnt. Wegen der speziellen Tuareg-Sättel und der Art aufrecht zu sitzen, nutzen die meisten Teilnehmer erfahrungsgemäß schon nach 1-2 Tagen jede Gelegenheit, um nur noch zu reiten. Selbstverständlich haben Sie jederzeit die Möglichkeit, zu wandern statt zu reiten. Interessanterweise haben mit dem Reiten auf Kamelen selbst Teilnehmer mit Rückenbeschwerden sehr gute Erfahrungen gemacht!Von Tag 3 bis 7 befördern Lastenkamele das Gepäck. Daher ist es wichtig, nur das Nötigste mitzunehmen, Gewicht zu beschränken. An den weiteren Tagen transportieren Begleitfahrzeuge das Gepäck. Tagsüber tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit viel Wasser (ca. 2 Liter), Kamera, Sonnenschutz und dem Allernötigsten. Mittags können Sie in der Regel Wasser aus den Kanistern auffüllen. Abends am Lager finden Sie Ihr Gepäck wieder vor.
Auf dieser Reise werden Einzel- bzw. Zwei-Personen-Zelte und Schaumstoffmatten gestellt. Unsere Begleiter achten immer auf ausgewählte, landschaftlich schöne Lagerplätze. Wer möchte, hat auch Gelegenheit, unter freiem Himmel zu schlafen – in der Sahara ein besonderes Erlebnis! Von allen Teilnehmern/-innen wird aktive Mithilfe beim Auf- und Abbau der Zelte erwartet. Der Koch bereitet mittags leichte, schmackhafte Salate (mit Reis, Hülsenfrüchten, Tomaten, Gurken, Oliven u. Ä.) zu und dazu wird oft Käse oder Thunfisch gereicht. Abends gibt es ein warmes Essen mit Suppe und als Hauptspeise Couscous, Kartoffeln, Reis oder ein Nudelgericht. Fleisch wird eher selten zubereitet. Gemüse ist fast immer enthalten. Unsere Tuareg-Köche geben sich große Mühe und zaubern unter einfachsten Umständen, im Rahmen des Möglichen, vielfältige, schmackhafte Gerichte.

Wichtige Hinweise

Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte durchzuführen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.
Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis, bzw. Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes. Wir bitten um Beachtung: www.auswaertiges-amt.de oder Bürgerservice Tel.-Nr. +49 30 18172000.
Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren. Seit Jahrzehnten führen wir Reisen in verschiedenen Gebieten Algeriens durch und kennen das Land, die Menschen und die Verhältnisse im Land sehr gut. Wir haben dort ausgezeichnete Kontakte und sind immer auf dem aktuellen Stand. Die Begleitmannschaft, Fahrer, Köche, Kameltreiber usw. sind mittlerweile ein Stamm-Team, sie sind uns alle persönlich bekannt und genießen unser volles Vertrauen.

Klima

Stellen Sie sich auf starke Sonneneinstrahlung sowie auf große Schwankungen zwischen den Tages- und den kühleren Nachttemperaturen ein. Da die großen Temperaturschwankungen Herz und Kreislauf belasten können, müssen Sie gesund und körperlich fit sein.
In den Monaten Oktober, November und von Mitte/Ende Februar bis März ist tagsüber mit Temperaturen von durchschnittlich 27° bis 33°C und nachts mit Temperaturen zwischen 5° und 15°C zu rechnen. Im Dezember und bis Mitte Februar kann es beim Trekking nachts kühler werden (das Thermometer sinkt bis 0°C oder gar darunter). Tagsüber ist dafür mit klarem Wetter und Temperaturen um 15° bis 20°C zu rechnen. Im April steigen die Temperaturen durchaus schon auf durchschnittlich 30°C bis 35°C.

Zusätzliche LeistungenPreis in €
Einzelzimmer- ggf. Einzelzeltzuschlag110,-

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