Gotlandreise der Vogelschutzgruppe Eutin-Malente

Gotlandreise der Vogelschutzgruppe Eutin-Malente

1. Tag Dienstag - 27. Mai

Anreise via Vogelfluglinie über Växjö nach Oskarshamn. Fährfahrt nach Gotland (Visby) über Nacht - 639 Buskilometer

Ab 8 Uhr werden alle Mitfahrer von Busfahrer Herrn Berg - Unternehmen Rurmeister Ahrensbök - mit Sack und Pack eingeladen und ab geht es in Richtung Puttgarden. Die "Deutschland" bringt uns nach Rödby.

Flott fährt der Bus durch Lolland, Falster, über die neue Storströmbrücke nach Seeland. Westlich an Kopenhagen vorbei, erreichen wir Helsingör. Vor uns liegt der Öresund mit freiem Blick auf die schwedische Küste. In 20 Minuten bringt uns die Fähre hinüber nach Helsingborg - vorbei am Hamletschloß Kronsborg. Kurze Informalitäten und unser Bus rollt durch das wald - und seenreiche Smàland. Bei einer kurzen Rast in der Nähe von Aloerta werden die ersten botanischen Entdeckungen gemeldet. Satte Wiesen, Felder mit blühendem Raps, in den Dörfern rotgestrichene nordische Holzhäuser mit weißgerahmten Fenstern erfreuen uns. An Växjö vorbei geht es zügig nach Norden in Richtung Oskarshamm. Der Wald tritt mehr und mehr zurück und wir durchfahren die grünste Gegend Schwedens. Regenschauer - Sonnenschein wechseln ab. Vogelkundliche Beobachtungen werden während der Fahrt laufend gemacht.

Bis wir auf das Fährschiff "Graip" können, müssen wir in Oskarshamm 3 Stunden warten. lieber zu früh, als zu spät! Schnell werden aber dann die Kabinen bezogen. Wir sind müde!

2. Tag: Mittwoch - 28. Mai

Visby - Feriendorf Aminne - nachmittags Slite - Tjälvars Grab - Gothem - 84 Buskilometer

Nach einer kurzen Nacht haben wir alle gespannt zum Himmel geschaut. Er zeigte sich strahlend blau. Unser Schiff war sehr sauber. Essen und Trinken dagegen etwas teuer. Unser Treff war im Frühstücksraum zum Austausch erster Beobachtungen. Interessant war immer das Anlegemanöver. Alles strebte zum Kai, und schon holte uns der Bus ab.

Die Fahrt verlief von Visby über die 147 bis ca. Boge, wo wir in die 146 einbogen und bis Aminne fuhren. Die Landschaft an der Straße war sehr unterschiedlich. Mal karger Wacholder, mal feuchte Wiesen, wenig Laubwald und Kiefern am Wege. Alles sehr erholsam und friedlich. Alles Leben und Tun erfolgt mit Bedacht. Schafe, Schafe und einige gut gepflegten Pferde auf den üppigen Wiesen.

So früh am Morgen (es ist erst kurz nach 7!) ist die Verwalterin des Feriendorfes natürlich noch nicht da; also machen wir erst einen neugierigen Gang durch das Gelände. Es sieht alles ganz gemütlich aus. Endlich erfolgt die Schlüsselübergabe, und im Nu sind die Hütten bezogen. Sie sind geräumig und ganz komfor-tabel mit Dusche, WC, Kochgelegenheit, Eisschrank und Heizung. Frau Gampert erzählt uns, daß sie 1983 noch zum Plumpsklo außerhalb der Hütte laufen mußten! Schnell wurden erstmal die Koffer ausgepackt. Vor der Tür waren gemütliche Holzmöbel, die gleich zu einem Sonnenbad genutzt wurden, während andere es vorzogen, die Gegend zu erkunden.

Den Nachmittag nutzen wir als erstes zu einen Einkauf in Slite. Ein kleines Städtchen an der Ostküste. Vom Bus aus sahen wir einige Orchideen, viele Buschwindröschen und große Wiesen mit Löwenzahn.

Rückfahrt auf der 146 zu Tjelvars Grat. Das ist eine Schiffssetzung aus der Zeit 1000 - 500 vor Christi, die gut erhalten ist. Bei Grabungen hat man eine Kiste mit Menschenknochen gefunden. Der Waldweg war mit Orchideen, blühenden Schlehen und Weißdorn umrahmt und wunderschön anzusehen.

Als letzten Bonbon des Tages besuchten wir die Landeskirche von Gothem. Das Äußere war leider zur Renovierung verhüllt. Aber das Innere war eine wahre Augenweide. Spuren einer älteren Kirche unter anderem in Skulpturdetails, gegenwärtiger Chor, Absis und Langhaus im 13 Jahrhundert fertiggestellt. Reste eines Kastels (Wehrturm) westlich der Kirche. Reiche Kalkmalereien, Chorgestühl aus dem 14 Jahrhundert. Die Kanzel von 1709, Altaraufsatz 1689, Taufbecken aus Holz 1741.

Kurze Zeit später waren wir wieder in Aminne, um uns zum Abendbrot zu richten. Die Küche hat sich in der Regel immer Mühe gegeben, und das Essen hat allen gut geschmeckt.

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